Dackel auf einer Wiese, © Symbolbild

„Vorsicht! Dackel“: Ausstellung und Dackelparade in München

Mit der Kulturgeschichte des Münchner Dackels beschäftigt sich ab Freitag das Valentin-Karlstadt-Musäum in München. Seine Entwicklung zur Kultfigur verdanke er der humoristischen Wochenzeitschrift „Fliegende Blätter“, die der Verlag Braun und Schneider 1845 erstmals herausgegeben hatte, sagte Museumsdirektorin Sabine Rinberger am Donnerstag. In zahlreichen Karikaturen der Zeitschrift spiele die humorige Figur des Dackels die Hauptrolle.

 

Bis zum 21. Mai zeigt die Ausstellung «Vorsicht! Dackel» rund 150 Exponate: Karikaturen und Fotos, aber auch Gegenstände wie ein Brotzeitmesser in Dackelform und ein Plüschtier aus dem Jahr 1972, als der „Waldi“ Maskottchen der Olympischen Spiele in München war.

 

Höhepunkt der Schau soll eine Dackelparade sein. Am 17. März ab 14.00 Uhr ist eine Prozession vom Deutschen Museum zum Musäum im Isartor geplant, an der Dackel mit Herrchen und Frauchen teilnehmen dürfen. Da könnten einige Hunde zusammenkommen. 600 Dackel leben laut Rinberger in München und bringen der Stadt mehr als 60 000 Euro Hundesteuer ein.

 

Der Dackel sei der klassische Stammtischhund, sagte die Museumsleiterin. „Sein Eigensinn, sein Ungehorsam gegenüber Arroganz und Besserwisserei und seine tiefe Treue zum Stamm haben viele Dackel mit ihren menschlichen Angehörigen gemein.“

 

dpa