KVR  Bürgerbüro Warteschlangen, © Schon bevor das Bürgerbüro öffnet bilden sich lange Schlangen. Fotos: Flo Sebald

Wann sind Münchens Bürgerbüros mal nicht überfüllt?

Anhaltende IT-Probleme, Personalengpässe und etliche Münchner, die es dadurch nicht schaffen, ihre Behördengänge zu erledigen. Die Münchner Bürgerbüros sowie die KFZ-Zulassungsstelle sind hoffnungslos überfüllt und überfordert. Auch am Donnerstag musste schon wieder frühzeitig geschlossen werden.  

 

Wer derzeit in München einen Ausweis braucht, oder etwas in der KFZ-Zulassungsstelle erledigen möchte, hat schlechte Karten. Wenn um 7:30 Uhr die Münchner Bürgerbüros öffnen, kann man sich eigentlich schon eine Stunde vorher in den langen Schlangen einreihen und hoffen, dass man diesmal nach dem Einlass eine Nummer zieht, die auch am selben Tag drankommt. Viele in den Warteschlangen sind schon das dritte oder vierte Mal zum Bürgerbüro gekommen und hoffen, dass sie endlich mit einem Mitarbeiter der Landeshauptstadt sprechen können.

 

Wer neue Papiere wie Ausweis oder Reisepass braucht, der kann schon mal die Geduld verlieren und enttäuscht das Bürgerbüro verlassen, weil er nach drei Stunden warten einfach zur Arbeit muss oder auch, weil die Ausgabe der Wartenummern wieder frühzeitig beendet werden musste.

 

Das KVR arbeitet gemeinsam mit dem IT-Dienstleister daran, die Probleme so schnell wie möglich zu lösen, heißt es auf den Internetseiten der Landeshauptstadt. Auch der Stadtrat habe demnach auf die Entwicklung reagiert und dem KVR bereits zusätzliche Stellen bewilligt, die jedoch erst besetzt werden müssten. Das KVR bedauere die für Kundinnen und Kunden schwierige Situation und bittet um Verständnis. Wann sich allerdings etwas an den Gegebenheiten ändert, ist kaum abzusehen, denn das Problem ist eigentlich schon seit mehreren Jahren bekannt, die Stadt schafft es aber offensichtlich nicht, es zu lösen.

 

Ähnliches gilt übrigens auch für postalische Anfragen bei den Münchner Behörden. Auch hier bleibt viel Post lange auf den Schreibtischen liegen, dass man bis zu einem halben Jahr auf eine Antwort warten kann. Beispielsweise schickt das Einbürgerungsbüro folgende E-Mail als automatische Antwort, wenn man eine Anfrage stellt:

 

kvr automatische antwort wartezeiten