Tram-Haltestelle in München

Warnstreiks in München – Straßenbahnen und Busse stehen still

München – Zum Start in die neue Woche werden die Berufspendler in München auf eine Geduldsprobe gestellt. Wegen eines Warnstreiks stehen seit dem frühen Montagmorgen viele Busse und Straßenbahnen still.

 

Mit der Aktion will die Dienstleistungsgesellschaft Verdi nach eigenen Angaben den Druck auf die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) in den seit Juni laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Der Streik war von 3.30 bis 10.00 Uhr angekündigt. S- und U-Bahnen sollen regulär fahren. Die MVG rät Fahrgästen, mehr Zeit einzuplanen. Verdi kritisierte, dass die MVG für mehr Lohn nach wie vor an ihrer Forderung nach längeren Arbeitszeiten festhalte. Die Gewerkschaft lehnte dies ab.

 

Tram im 20-Minuten-Takt

Der Warnstreik betrifft die Fahrerinnen und Fahrer, die direkt bei der MVG angestellt sind. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei den SWM oder bei privaten Bus-Partnern der MVG beschäftigt sind, sind nicht betroffen. Daher wird die MVG trotz des Warnstreiks einen Teil des Tram- und Busbetriebs aufrechterhalten können. Geplant ist folgendes Angebot (Quelle MVG):

 

  • Trambahn: Auf allen Linien sollen die Züge grundsätzlich im 20-Minuten-Abstand fahren. Sofern weitere Fahrzeuge mit Fahrern besetzt werden können, wird das Angebot punktuell weiter verdichtet.
  • Busse: Das Angebot soll wie bei der Tram auf möglichst allen Linien aufrechterhalten werden. Die Leitstelle wird versuchen, die besetzten Fahrzeuge so zu disponieren, dass die wichtigsten Linien in möglichst regelmäßigen Abständen bedient werden.

 

 

dpa/pm