Was ein Münchner nicht sagt

Eine Facebook-Seite sammelt Wörter und Zitate, die man aus dem Mund eines echten Münchners wohl niemals hören wird

„Augustiner war alle, hab‘ Clausthaler mitgebracht!“ Worte, die man aus dem Munde eines echten Münchners wohl nie hören wird. Zumindest wenn man der Facebook-Seite „Things Münchner Don’t Say“ glauben mag – und ihren mittlerweile rund 35.000 Fans.

Die Seite ist ein Fundus für alle Einheimischen, Zuagroasten und Touristen, denn hier lernt man echte Münchner Lebensart. Angefangen beim Sprachgebrauch, denn es gibt nunmal einfach Wörter, die sagt man in München nicht. Dazu gehören „Oktoberfest“, „Straßenbahn“ und „Eichhörnchenschweif.“

 

Sprach-und Verhaltensknigge für München

Aber die Dinge, die man als Einheimischer der Isarmetropole niemals sagt, sind irgendwie auch eine Art Knigge – schließlich sind sie eng mit dem Verhalten verknüpt. Die verbotenen Sätze sind zum Beispiel auch ein Leitfaden für das Münchner Nachtleben, denn in Bezug darauf sagt man niemals:

„In der 089-Bar bin ich noch nie abgestürzt.“

„Boah, Naga war wieder richtig teuer gestern.“

„Cool, dass das Konzert ins Zenith verlegt wurde.“

„Kultfabrik war geil gestern!“

 

Vor allem für die Touristen seien die sprachlichen Hinweise in Bezug auf die Gastronomie zu beachten. Möchte man sich als München-Besucher nicht vollends blamieren, sollte man folgenden Äußerungen unterlassen:

„Einen Kloß mit Soße bitte.“

„Ein Brötchen bitte.“

„Nein, danke ich brauche kein Glas, ich trinke das Weißbier aus der Flasche.“

 

Der Münchner Sprachführer sorgt für Geschmunzel und den ein oder anderen Lacher. Allerdings: In einigen Sätzen steckt auch eine traurige Wahrheit.

„Ich habe eine Wohnung gefunden.“

Text: Miriam Trescher

Foto: Michael Lorenzet / pixelio.de