Mann in einer Zelle, © Symbolfoto der Bundespolizei

Wegen Mordes gesucht: Festnahme am Flughafen

In München hat die Bundespolizei einen 22-Jährigen festgenommen, der in Schweden einen Mann ermordet haben soll. Laut der Mitteilung muss er mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe rechnen. 

 

Flughafen München: Bundespolizisten haben am Samstagnachmittag (16. Dezember) einen schwedischen Staatsangehörigen festgenommen, der seit Anfang der Woche per internationalem Haftbefehl gesucht wurde.

 

Dem Mann wird Mord vorgeworfen: Er soll Ende Oktober im schwedischen Helsingborg zusammen mit einem Komplizen einen anderen Mann getötet haben. Laut den schwedischen Ermittlern soll der 22-Jährige mehrmals auf sein Opfer geschossen haben. Der Getroffene sei dann unmittelbar seinen Schusswunden erlegen.

 

Nachdem der 22-Jährige wohl nach der Tat geflüchtet war und die skandinavischen Strafverfolgungsbehörden den Tatverdächtigen im benachbarten EU-Ausland vermuteten, baten sie die Polizeibehörden der europäischen Partnerstaaten um Hilfe bei der Suche nach dem Untergetauchten.

 

Nicht einmal eine Woche nach Veröffentlichung des Haftbefehls blieb der Gesuchte jetzt im Fahndungsnetz der Bundespolizei am Münchner Airport hängen. Als er mit einem Nachmittagsflug ankam, klickten bei der Einreisekontrolle die Handschellen.

 

Am Sonntagvormittag (17. Dezember) führten Bundespolizisten den Festgenommenen dem Haftrichter vor und lieferten ihn anschließend auf Geheiß des Landshuter Richters in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim ein. Dort muss der junge Mann das durch die Generalstaatsanwaltschaft München betriebene Auslieferungsverfahren abwarten.