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Weihnachtszeit in München: Tipps für den Besuch auf dem Christkindlmarkt

Bald funkelt und duftet es in München wieder an jeder Ecke – denn die Vorweihnachtszeit ist bekanntlich auch die Zeit der Christkindlmärkte und davon gibt es in der bayerischen Hauptstadt im Advent eine Menge. Aber wo sind die schönsten Spots und vor allem: Wie trotzt ihr erfolgreich der Kälte, um Lebkuchen, Glühwein & Co auch tatsächlich in vollen Zügen genießen zu können?

 

Am 22. November ist es endlich so weit und die Saison der Christkindlmärkte 2018 wird eingeläutet. Viele der Weihnachtsmärkte öffnen nämlich bereits am Donnerstag ihre Pforten und erfreuen ihre Besucher für mehr als vier Wochen mit Köstlichkeiten, Dekoration und anderen Highlights rund um das anstehende Weihnachtsfest. Darunter beispielsweise das Weihnachtsdorf in der Residenz oder der Moosacher Hüttenzauber. Der Neuhauser Weihnachtsmarkt sowie der Wintermarkt am Flughafen haben die Saison sogar bereits eingeläutet. Und auch die anderen Christkindlmärkte in und um München ziehen in Kürze nach.

 

 

Kampf der Kälte: Warm über den Christkindlmarkt – auch für mehrere Stunden

Sei es also auf dem Marienplatz, dem Viktualienmarkt oder am Sendlinger Tor: Schon bald weihnachtet es überall – ein Motto, welches sich aber auch das Wetter zu Herzen genommen hat. Mittlerweile hat sich der goldene Herbst nämlich endgültig verabschiedet und eisige Temperaturen um den Gefrierpunkt halten Einzug. Irgendwie doch auch schön, denn was wäre ein Adventsmarkt ohne Schnee, Eis und Kälte? Schließlich würde der Glühwein dann nur halb so gut schmecken! Eigentlich ließe es sich auf dem Weihnachtsmarkt problemlos stundenlang aushalten. Die Musik, der Duft, die Köstlichkeiten und das Beisammensein mit Freunden und Familie ist für viele Menschen etwas ganz Besonderes und gehört zur Vorweihnachtszeit unweigerlich dazu. Wenn nur eben nicht die Kälte wäre. Welche „Überlebenstipps“ gibt es also, damit ihr ohne Erfrierungen oder Erkältungen die Münchener Christkindlmärkte genießen könnt?

 

  • Es gibt bekanntlich kein falsches Wetter, sondern nur die falsche Kleidung. Zugegeben: Bei Sturm und strömendem Regen macht der Abstecher auf den Weihnachtsmarkt nur wenig Spaß. Doch Kälte oder Schnee alleine sind keine Ausrede. Stattdessen müsst ihr euch eben „richtig“ anziehen, um der Kälte zu trotzen. Dazu gehört eine wasser- sowie winddichte Winterjacke mit entsprechend warmem Futter.
  • Wer will, kann darunter noch mehrere Schichten Klamotten nach dem „Zwiebelprinzip“ anziehen, damit die Kälte kein Durchdringen findet.
  • Der Mythos, man verliere 60 bis 90 Prozent der Wärme über den Kopf stimmt nicht. Dennoch sind es immerhin bis zu zehn Prozent und somit zehn Prozent zu viel. Auf dem Weihnachtsmarkt müsst ihr so gut es geht alle Körperteile vor der Kälte schützen, wenn ihr möglichst lange durchhalten wollt. Eine Mütze ist also ebenso ein absolutes Muss wie Handschuhe und ein Schal – bestenfalls groß genug, um ihn bis über die Nase zu ziehen.
  • Viele Menschen frieren trotz gefütterter Winterschuhe und Thermosocken schnell an den Füßen. Oft liegt das schlichtweg daran, dass die Schuhe die sie tragen, zu eng oder zu klein sind. Dies beeinträchtigt die Durchblutung der Füße und kann somit zu kalten Empfindungen bis hin zu tauben Zehen führen. Es ist daher sehr wichtig, Winterschuhe in der richtigen Schuhgröße sowie -weite zu kaufen und diese vor dem Härtetest auf dem Christkindlmarkt erst einmal in Ruhe einzulaufen.
  • Wer besonders verfroren ist, kann zudem auf Hand- beziehungsweise Taschenwärmer zurückgreifen. Diese passen bequem in jede Jackentasche, können bei Bedarf aktiviert und nach kurzem Abkochen beliebig oft wiederverwendet werden ­– übrigens auch ein gutes Nikolaus- oder Weihnachtsgeschenk für alle Frostbeulen!
  • So lecker Glühwein, Met oder die Feuerzangenbowle auch sein mögen: Gegen die Kälte sind sie eigentlich Gift. Zwar mögen sie für einige Sekunden ein warmes Gefühl in der Magengegend hinterlassen und durch die Tasse die Hände wärmen – oder durch den Schwips bemerkt ihr die Kälte einfach nicht mehr – doch Alkohol weitet die Blutgefäße und fördert dadurch sogar Unterkühlungen. Wenn ihr euch also stattdessen von innen heraus warm halten wollt, greift lieber auf unalkoholischen Punsch und scharfes Essen zurück.

 

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Vorsicht: Fettnäpfchen auf den Münchener Adventsmärkten

Wenn ihr diese Tipps beherzigt, müsst ihr auf den Münchener Weihnachtsmärkten in der kommenden Saison nicht frieren. Dennoch gibt es zahlreiche weitere Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Welche Fettnäpfchen solltet ihr also unbedingt vermeiden?

 

  • Die falsche Kleidung verdammt euch nicht nur zum Frieren, sie kann auch wirklich peinlich werden. Einige Menschen verwechseln den Advent scheinbar mit Fasching und schlagen als Weihnachtsmann verkleidet oder mit Glitzer im Gesicht auf. Das ist unnötig und nicht unbedingt das passende Outfit – wie ihr dank der vorherigen Tipps nun eigentlich wissen solltet.
  • Der Glühwein ist auch kein Eimer mit Sangria auf Mallorca. Er wird also nicht mit Trinkröhrchen verzehrt und wer beim Kumpel probieren möchte, sollte erst einmal höflich fragen. Ergibt sich nämlich ein fröhlicher Rundtrunk, ist das auch direkt ein fröhlicher Austausch von Keimen sowie Bakterien – und darauf können die meisten von euch wohl vor allem im Winter und somit in der Hochsaison von Erkältungen, Grippe & Co verzichten.
  • Apropos: Ihr solltet zudem aufpassen, welche Tasse sich die Kinder vom Tisch nehmen. Oft lässt sich auf den ersten Blick nämlich nicht zwischen Glühwein und Punsch unterscheiden. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltet ihr also erst einmal selbst am Getränk nippen. So könnt ihr zugleich überprüfen, ob der Punsch nicht noch zu heiß zum Trinken ist.
  • Wenn ihr auf der Suche nach dem besten Glühwein seid, müsst ihr übrigens nicht immer zum teuersten Tropfen greifen. Macht nicht den Fehler, auf das (falsche) Marketing vieler Buden hereinzufallen. Stattdessen könnt ihr jedes Mal, wenn ihr auf dem Christkindlmarkt seid, einen anderen Stand ausprobieren. So sammelt ihr mit der Zeit selbst Erfahrungen und „Knowhow“ um die köstlichsten Spots.
  • Fettnäpfchen im wahrsten Sinne des Wortes gibt es übrigens auch unter den Speisen. Vom Lebkuchen über den Bratapfel bis hin zur Wurst sind die meisten Getränke und Köstlichkeiten auf dem Weihnachtsmarkt echte Kalorienbomben. Wer also widerstehen möchte, sollte schon vorab eine gesunde Kleinigkeit essen, damit der Magen nicht ganz so leer ist und die Versuchungen nicht ganz so verlockend sind.
  • Vorsicht solltet ihr zudem walten lassen, wenn ihr mit den Arbeitskollegen auf dem Weihnachtsmarkt seid. Wenn ihr nämlich einen über den Durst trinkt, kann es schnell peinlich werden und ihr liefert den Klatsch und Tratsch für den nächsten Bürotag. Auch hier solltet ihr euch deshalb besser in Zurückhaltung üben.
  • Diese braucht ihr auch, wenn es um Fahrgeschäfte für Kinder geht. Wenn ihr keinen Nachwuchs habt, der sich ohne euch nicht ins Karussell traut, habt ihr darin nichts verloren. Punkt. Denn nein, es ist nicht „cool“, sich als Erwachsender in den Kinderattraktionen daneben zu benehmen.
  • Solltet ihr ein Blind-Date auf dem Christkindlmarkt vereinbaren, macht einen unmissverständlichen Treffpunkt sowie ein Erkennungsmerkmal aus. Ansonsten ist das Risiko hoch, dass ihr in den Menschenmassen aneinander vorbei lauft und die Verabredung als Reinfall endet.
  • Zuletzt solltet ihr euch für den Besuch auf dem Adventsmarkt ein fixes Budget setzen. Am besten, ihr nehmt einfach nicht mehr Bargeld mit als ihr auszugeben bereit seid. Denn die Verkäufer kennen garantiert jeden Trick, um euch zu Spontankäufen zu überreden und die dritte Tasse Glühwein ist einfach allzu verlockend. Schnell verliert ihr sonst auf dem Christkindlmarkt den Überblick und seid dutzende Euro los.

 

 

Wenn ihr all diese Tipps beherzigt, könnt ihr die Vorweihnachtszeit auf den zahlreichen Christkindlmärkten von München in vollen Zügen genießen – ohne Erfrierungen, Blamagen oder den finanziellen Ruin. Stattdessen steht der Sinn nach Besinnlichkeit, Vorfreude auf das Weihnachtsfest, Schlemmereien und einer unvergesslich schönen Zeit mit der Familie, Freunden oder eurer neuen Liebe.

 

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