Der TSV 1860 München kämpft ums Überleben in Liga 2.

Wertvoller Punkt für Fröhling – Okotie beendet lange Torflaute

Mit seinem ersten Tor seit Februar rettet Rubin Okotie 1860 München ein ansehnliches Remis gegen Leipzig. Die Fans bejubeln das 2:2, das auch Trainer Fröhling gut tut. Er lobt die «Energieleistung».

Die Fans applaudierten, der Punkt des TSV 1860 München gegen Aufstiegsaspirant RB Leipzig war ein Votum pro Trainer Torsten Fröhling. In einem rassigen Fußball-Zweitligaspiel steckten die «Löwen» mit großer Moral zwei Rückstände weg und erkämpften ein 2:2 (1:1). Auch wenn es im neunten Saisonspiel wieder nicht zum ersten Saisonsieg reichte, bewiesen die «Löwen» am Sonntag vor 21 600 Zuschauern Moral – und auch ihre Zweitliga-Tauglichkeit.

 

«Hochachtung für meine Mannschaft für diese Energieleistung. Wenn wir mit dieser Hingabe weitermachen, werden wir auch die nötigen Punkte holen», kommentierte Fröhling. Marius Wolf (8. Minute) und Rubin Okotie (68.) mit seinem ersten Treffer unter Fröhling glichen zweimal aus. Emil Forsberg (6.) und Davie Selke (67.) hatten die offensiv starken, aber defensiv nicht aufstiegsreifen Gäste jeweils in Führung geschossen. Leipzigs ehrgeiziger Trainer Ralf Rangnick war sauer. «Das fühlt sich heute an wie eine Niederlage», klagte er.

 

Plädoyer für Fröhling

 

1860-Retter Okotie hielt ein Plädoyer für Fröhling. «Wir als Mannschaft können die Diskussion nicht verstehen. Man sieht, dass seine Arbeit gut ist. Es kann nicht mehr lange dauern, bis der erste Sieg kommt», sagte der Torjäger. Er war erleichtert nach seinem ersten Treffer seit Februar. «Das war eine lange Durststrecke.»

 

Die Millionen-Truppe aus Leipzig begann mit Vollgas-Fußball. Yussuf Poulsen wurde gerade noch von 1860-Torwart Vitus Eicher gestoppt (3.), der auch einen Kopfball von Willi Orban prächtig abwehrte (5.). Dann rappelte es doch: Selke flankte von rechts, und Forsberg konnte den abgefälschten Ball am langen Pfosten einschießen. Die «Löwen» schüttelten sich und schlugen zurück. Der fleißige Oktotie setzte sich beim Comeback nach einer Gehirnerschütterung auf dem rechten Flügel energisch durch, Wolf verwertete den präzisen Rückpass.

 

Löwen kommen zurück

 

In dem temporeichen Schlagabtausch musste die 1860-Abwehr gegen die brandgefährlichen Leipziger Offensivkräfte Forsberg, Poulsen und auch Selke Schwerstarbeit verrichten. Der 21-jährige Däne Poulsen vergab die große Chance zum erneuten Führungstor, als er nach einem von Eicher abgewehrten Schuss von Forsberg im Nachsetzen über das Münchner Gehäuse knallte (45.). Daniel Adlung forderte Leipzigs Schlussmann Fabio Coltorti mit einem 30-Meter-Schuss (34.).

 

Die Intensität blieb auch nach dem Seitenwechsel hoch. Adlung prüfte Coltorti erneut aus der Distanz (65.). Leipzigs individuelle Klasse schien sich dann doch auszuzahlen. Selke war nach einer Ablage von Marcel Sabitzer aus kurzer Distanz erfolgreich. Die «Löwen» waren jedoch wieder fähig zu einer Reaktion. Okotie belohnte sich für seine Bemühungen nach einer energischen Einzelleistung mit seinem ersten Treffer seit Februar. «Ich gönne Rubin das Tor unglaublich, weil er viel für die Mannschaft arbeitet», sagte 1860-Kapitän Christopher Schindler: «Man sieht, dass die Mannschaft lebt, sich nie aufgibt.»

 

mk/dpa