Wie Bayerns Städte gegen ein gurrendes Problem vorgehen

Gurrend tippeln Tauben auf der Suche nach Nahrung durch Bayerns Städte. Viele Tierliebhaber verleitet ihr Anblick dazu, sie zu füttern. Doch was gut gemeint ist, führt dazu, dass sich die Vögel noch weiter vermehren – und der gute Wille kann auch teuer werden.

 

Denn je mehr Nahrung sie von den Menschen bekommen, desto unkontrollierter vermehren sich die Vögel und verschmutzen die Innenstädte. In München etwa ist das Problem so gravierend geworden, dass der Umweltausschuss in dieser Woche einer Verlängerung des Fütterungsverbots geschlossen zugestimmt hat.

 

Wie eine Sprecherin des Referats für Umwelt und Gesundheit mitteilte, wird in Zukunft der neue Kommunale Außendienst (KAD), ein Streifendienst, kontrollieren, ob das Fütterungsverbot eingehalten wird. Zuvor war die Polizei verantwortlich. Wer sich künftig nicht daran hält, dem drohen Konsequenzen: «Der Rahmen reicht von einer bloßen Verwarnung bis hin zu einem Bußgeld zwischen 35 und 1000 Euro.» Zwar hatte es in München bereits eine Verordnung über ein Fütterungsverbot gegeben. Doch diese war nach 20 Jahren Geltungsdauer im Oktober 2016 ausgelaufen. In der Zwischenzeit habe es aber weiterhin gültige Verbote in der Grünanlagensatzung gegeben, sagte die Sprecherin.

 

 

dpa