— © Bei der kontrollierten Sprengung wurden einige Häuser im Mitleidenschaft gezogen. Foto: Berufsfeuerwehr München
Bei der kontrollierten Sprengung wurden einige Häuser im Mitleidenschaft gezogen. Foto: Berufsfeuerwehr München

Wie viele (Flieger-)Bomben liegen noch unter München?

Jedes Mal stockt einem der Atem, wenn in München wieder eine Fliegerbombe auftaucht. Doch wie oft könnte das noch passieren und was kostet es den Steuerzahler, wenn evakuiert, entschärft oder abtransportiert werden muss?

 

 

 

Schon wieder ist in München eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg bei Bauarbeiten entdeckt worden. Diesmal wurde eine auf dem BMW-Gelände entdeckt und sorgte dafür, dass Gebäude evakuiert werden mussten. Oft müssen Anwohner ihre Wohnungen verlassen, Straßen gesperrt und die Blindgänger entschärft oder abtransportiert werden. Und jedes Mal ist es eine Zitterpartie, bis die Experten von Polizei, Feuerwehr und Entschärfungskommando Entwarnung geben können.

 

 

 

Zwischen 1940 und 1945 wurden über München fast 100 Luftangriffe geflogen. Mehr als 10.000 Flieger überquerten die Stadt, über 25.000 Tonnen Sprengstoff wurden dabei abgeworfen. Laut verschiedenen Berechnungen waren damals etwa 10 Prozent der abgeworfenen Fliegerbomben Blindgänger.

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Wie viele Fliegerbomben liegen unter München?

 

Wie viele Bomben tatsächlich noch unter München liegen, ist schwer zu sagen, da es nicht ausreichend genaue Aufzeichnungen darüber gibt, wie viele davon tatsächlich bereits entfernt wurden. Außerdem wurden viele verschiedene Arten von Munition abgeworfen und bei jeder ist der prozentuale Anteil an Blindgängern unterschiedlich. Im Münchner Merkur wird laut Experten von rund 500 Bomben gesprochen, die noch unter der Erde Münchens liegen könnten. (Artikel von 2013) Laut Berechnungen der Bild-Zeitung könnten sogar um die 10.000 Bomben unter der Stadt verteilt sein. Hier wurde allerdings noch nicht abgezogen, was bisher beseitigt wurde.

 

Bildergalerie: Bombenentschärfungen in München:

 

 

Was kostet die Beseitigung der Fliegerbomben?

Zwischen 2000 und 2013 wurden an die 690 Tonnen aus bayerischem Boden entfernt, was Kosten in Höhe von über 10 Millionen Euro verursacht hat. Eine extra Berechnung für München liegt nicht vor.

 

 

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