Riesenrad und Skyfall-Tower glänzen bei Nacht, © Der Ausblick aufs Münchner Oktoberfest - Die Wirtsbudenstraße auf der Wiesn

Wiesn 2016: Kuriose Fakten zum Münchner Oktoberfest

Bald ist es wieder soweit: Am 17. September schallt es laut „O’zapft is“ durch den Schottenhamel auf der Theresienwiese und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter eröffnet das 183. Oktoberfest. Für zwei Wochen steht dann ganz München wieder voll im Zeichen von Bier, Brezn und Blasmusik. Aber wussten Sie, dass die Wiesn in diesem Jahr sogar einen Tag länger dauert, bis zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober? Wir haben für Sie sieben weitere lustige, interessante und kuriose Oktoberfest-Fakten, die Sie vermutlich noch nicht kennen.

 

 

 

Eine Maß entspricht acht Stamperl Schnaps

 

Der Alkoholgehalt hört sich unglaublich hoch an, aber das Lieblingsgetränk der Besucher ist auch kein normales Bier, sondern wird extra nur für das Fest gebraut. Der Gerstensaft verfügt über eine höhere Stammwürze und hat daher einen bis zu 1,3 Prozent höheren Alkoholgehalt als herkömmliches Helles. Das kostet die Maß dieses Jahr auf der Wiesn.

 

 

Die große Karriere eines sächsischen Trinkspruchs

 

Der berühmte Trinkspruch „Ein Prosit der Gemütlichkeit“, der regelmäßig mit einem kräftigen Schluck aus dem Maßkrug begleitet wird, stammt nicht einmal aus Bayern. Er wurde von dem Chemnitzer Musiker Bernhard Dittrich verfasst.

 

 

Dirndl: Wo bindet man die Schleife?

 

Geheimnis der Schleife

 

Flirten? Natürlich. Eingeweihte erkennen bei den Damen sofort, ob sie möglicherweise landen können. Die Dirndlschleife links sagt, zu haben, rechts, vergeben. Welcher Bedeutung ihr zugesprochen wird, verraten wir Ihnen hier. Männern fehlt auch in Zeiten der Gleichberechtigung diese feinsinnige Möglichkeit, ihren Status auszudrücken. Für sie haben Marketingexperten Gummibänder fürs Handgelenk entwickelt mit der Aufschrift: „Mogst obandln?“ Der Spruch steht auch auf Lebkuchenherzen, die Mann plakativ auf der Brust tragen kann.

 

 

 

Flöhe

 

Rund 80 dieser Tiere „arbeiten“ auf der Wiesn in fünf Schichten. In Deutschlands womöglich letztem Zirkus mit echten Flöhen ziehen sie Kutschen, schießen Bälle und tanzen Flohballett. In Abständen werden die erschöpften Artisten ausgewechselt und auf 18 Grad gekühlt, damit sie zur Ruhe kommen. Direktor Robert Birk „zähmt“ seine Flöhe mit Licht, Schall und Wärme: Vor der Schau bringt er die 0,2 Milligramm schweren Tierchen mit Wärme in Bewegung, dann steuert er sie bei grellem Licht mit Klopfen auf den Bühnenboden. Der Direktor füttert seine Lieblinge persönlich – an seinem Unterarm. Stets gibt es Bedarf an neuen Darstellern. Denn die kräftigen Hundeflöhe sind rar geworden – Katzenflöhe sind schneller erschöpft.

 

 

Rolltreppe an der Theresienwiese während der Wiesn - Foto: MVG, © Bild: MVG München

 

Rolltreppen

 

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) schaltet die Bänder am U-Bahnhof Theresienwiese nach oben teils schneller. Rolltreppen in Deutschland fahren nach der Norm DIN 18024 mit 0,5 Metern pro Sekunde. „Das ist ein für alle Fahrgäste bewährter Kompromiss zwischen Sicherheit und Leistung“, sagt ein MVG-Sprecher. Zur Wiesn-Stoßzeit beschleunigen sie auf 0,68 Meter pro Sekunde. Damit werden in Spitzenzeiten bis zu 12 500 Menschen pro Stunde Richtung Festgelände befördert. Einen Geschwindigkeitsrausch muss niemand fürchten: In vielen Ländern sind Rolltreppen auch im Normalbetrieb mit mehr Tempo unterwegs. Wie man stressfrei zur Wiesn kommt, verraten wir Ihnen hier.

 

 

 

Albert Einstein als Wiesn-Zeltbauer

 

Kaum zu glauben aber wahr: Der Nobelpreisträger und wohl einer der klügsten Köpfe der Geschichte half in seiner Jugend beim Zeltaufbau auf dem Oktoberfest mit. Lange, bevor er 1905 durch die Veröffentlichung seiner Theorie über die Struktur von Raum und Zeit sowie dem Wesen der Gravitation weltberühmt wurde, arbeitete der junge Albert als Lehrling in der Elektrofirma seines Vaters.
Diese half 1896 unter anderem bei der Installation der Beleuchtung im Schottenhamel auf dem 83. Oktoberfest. Als wäre das nicht kurios genug, erhielt Albert Einstein sein Abiturzeugnis am 3. Oktober 1896 mit Bestnoten – außer in Französisch – und das, obwohl er statt zu Büffeln auf dem Oktoberfest Glühbirnen in Fassungen geschraubt hatte. Mehr zu Einsteins Wiesn-Karriere lesen Sie hier.

 

 

Rekorde im Maßkrug-Schleppen

 

Auch wenn es kein Kriterium für die Einstellung ist: Je mehr Maßkrüge eine Bedienung auf dem Oktoberfest auf einmal an die Tische schleppen kann, desto mehr Geld verdient sie pro Runde. Den Weltrekord im Maßkrugstemmen hält derzeit Matthias Völkl aus Allach.

 

Das Spektakel sehen Sie hier:

 

 

Während der Wiesn sendet münchen.tv täglich live von der Empore im Hofbräu-Festzelt. Alle Informationen zum Oktoberfest, zur Sendung sowie Lagepläne, aktuelle Nachrichten und mehr finden Sie auch auf münchen.tv/wiesn