Wiesn-Streife: Die Polizei unterwegs auf dem Oktoberfest

Wiesn bleibt Thema bei der Polizei: Körperverletzung durch Schaulustige

10 Tage lang hängen Dirndl und Lederhosen bereits wieder in den Kleiderschränken – ungeachtet und ungenutzt, denn die diesjährige Wiesn ist schon wieder zu Ende. Wie die Polizei heute bekanntgab, ereignete sich am 21. September auf dem Festgelände jedoch eine Körperverletzung, die die Beamten immer noch beschäftigt.

 

Am Donnerstag, den 21. September 2017, telefonierte ein 56-jähriger Münchner gegen 16:30 Uhr vor einem Wiesn-Zelt und bemerkte dort einen bewusstlos am Boden liegenden Mann, bei dem sich bereits ein Ersthelfer befand.

 

Da die Rettungskräfte bereits unterwegs waren, half der 56-Jährige dem Ersthelfer indem er die drängelnden Schaulustigen bat Platz zu machen und Abstand zu halten. Plötzlich bekam er seitlich einen Fußtritt gegen das Knie und sackte zu Boden.

 

Täter kamen von hinten und blieben unerkannt

 

Am Boden liegend bekam der 56-Jährige noch einen Schlag beziehungsweise Tritt in den Rücken. Da die Täter hinter dem Mann standen, kann er nicht sagen, wer ihn getreten oder geschlagen haben könnte. Auch ein weiterer Helfer, ein 49-jähriger Erdinger wurde aus der Menge heraus attackiert und bekam von hinten einen Schlag.

 

Während der Erdinger nur ambulant versorgt werden musste, blieb der Münchner bis zum 30. September 2017 stationär in einem Krankenhaus. Er erlitt durch den Tritt eine Unterschenkelfraktur und musste operiert werden.

 

Bislang konnte nicht ermittelt werden, was mit dem bewusstlosen Mann geschehen ist und wie es zu seinem Zusammenbruch kam. Viele der Schaulustigen, darunter auch eine Gruppe von drei bis vier jungen Männer, in Einheitstracht, die vermutlich englisch sprachen, machten Bilder- und Videoaufnahmen.

 

Zeugenaufruf:

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, insbesondere die jungen Männer, die Videomaterial sowie Fotos anfertigten, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 24, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

mhz/Polizeipräsidium München