Wiesn: Zulassungen vergeben – Ausschreibung für Sanitätsdienst

Fünf Monate vor dem Beginn des Münchner Oktoberfestes hat die Stadt am Dienstag die Zulassungen für Wirte, Marktkaufleute und Schausteller vergeben. Zumindest bei den großen Bierzelten ändert sich nichts, wie es nach der Entscheidung hieß. Kleinere Neuerungen werden voraussichtlich erst im Juli bekanntgegeben.

 

Ein neuer Wiesn-Stadtrat wird das Bindeglied zum ganzen Stadtrat bilden: Im Juli räumt der bisherige Wiesn-Stadtrat Otto Seidl den Posten, ihn übernimmt CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl. Das war dem Vernehmen nach intern schon vor zwei Jahren so beschlossen worden.

 

Derzeit läuft auch ein Vergabeverfahren für den Sanitätsdienst auf der Wiesn. Wie mehrere Medien berichteten, könnte erstmals seit mehr als 130 Jahren anstatt des Kreisverbands München des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) ein privater Anbieter für die Versorgung von Verletzten und Bierleichen zuständig sein. Wie mehrere Münchner Zeitungen schreiben, könnte ein kommerzieller Anbieter günstiger sein. Die Ausschreibung sei in der Endphase, hieß es bei der Stadt.

 

Spekuliert wird seit Wochen auch über die Finanzierung der Sicherheit. Medienberichten und Schätzungen von Insidern zufolge hat die Stadt mit der Umsatzpacht für die Wirte weniger als erwartet eingenommen. Rund 1,5 Millionen Euro sollen angeblich in der Kasse fehlen. Bisher gibt es aber keine endgültigen Zahlen. Der Abschlussbericht soll in Kürze vorliegen.

 

Über die Umsatzpacht wurden die Wirte 2017 erstmals für die erhöhten Sicherheitskosten wegen der Terrorgefahr herangezogen, unter anderem für Ordner, einen mobilen Zaun und eine Lautsprecheranlage für Sicherheitsdurchsagen. In dem Beschluss zur Einführung der Umsatzpacht hatte das Wirtschaftreferat geschätzt, dass die Sicherheit mit rund 8,6 Millionen Euro zu Buche schlagen würde.

 

 

 

dpa/lby