Windrad Nummer zwei in München! Oder doch lieber nicht?

Eigentlich sah es so gut aus für den Bau der neuen Windkraftanlage im Münchner Norden.

Im Februar sollte das Bauvorhaben die immissionsrechtliche Genehmigung haben, und dann hätte der Bau im Jahr 2016 starten können.

Doch die CSU gibt die Bremse:

Die Union will einen Stichtag setzen. Alle geplanten Windräder, die dann noch nicht komplett genehmigt sind, sind raus aus der bayerischen Planung.

Auch bundesweit kein Grund zum Jubeln für Klimaschützer

Und noch so eine Sache:

Die Bundesregierung in Berlin will derweil ihr Erneuerbare-Energien-Gesetz restrukturieren.

Je nachdem, was dabei herauskommt, könnte das zweite Windrad nahe Allianz-Arena sich nicht einmal mehr lohnen.

Der Ökostrom-Riese würde ordentlich ins Geld gehen – die neue Bundesregierung senkt unterdessen die Fördergelder.

Kollosale Ausmaße

Nur mal eben das Platz zwei der höchsten Gebäude in München hätte die Windkraftanlage belegt.

179 Meter hoch.

118 Meter Durchmesser des Rotors.

Und Strom für rund 2000 Haushalte hätte es produzieren können.

Ob der Riese jetzt noch kommt, ist eher fraglich. Trotzdem: Der Plan der Stadtwerke München ist nach wie vor, dass die Landeshauptstadt bis 2025 komplett durch regenerative Energiequellen versorgt ist.

adc / dpa / SZ