Häuser und Wohnungen in München, © Gerade in München muss man bei der Wohnungssuche besonders geschickt sein

Wohnungsnot in München: 9300 Wohnungen fehlen pro Jahr

Die Wohnungssituation in München ist angespannt. Wie nun aus einer Studie von Allianz und Prognos hervorgeht, soll sich die Situation auch in den nächsten 30 Jahren weiter verschlimmern.

 

Rund 9 300 Wohnungen sollen künftig laut der Studie pro Jahr in München fehlen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. So soll zum einen die Bevölkerung in Deutschland bis zum Jahr 2045 auf rund 85 Millionen Menschen anwachsen. In München und seinem umliegenden Landkreis soll es dann rund 3,2 Millionen Einwohner geben.

 

Zum anderen führt auch die sogenannte Binnenwanderung, unter der man das Umziehen von Menschen innerhalb Deutschlands in Ballungsräume versteht, zu einer weiteren Belastung des bereits äußerst angespannten Wohnungsmarktes in München. Vor allem jüngere Menschen zieht es in die Groß- und Universitätsstädte, wohingegen sich 30- bis 50-Jährige vorzugsweise im umliegenden Landkreis niederlassen. Ganze 73 Prozent der Veränderungen am Wohnungsmarkt konnten im Jahr 2014 durch dieser Binnenwanderung erklärt werden, wohingegen 27 Prozent durch Zuwanderung aus dem Ausland verursacht wurden. Auch die steigende Zahl an Single-Haushalten erhöht zusätzlich den Druck auf den Markt.
Die Zahlen der Studien sind alarmierend: So sollen in München und Umland, wozu auch Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg gezählt wurde, bis zum Jahr 2030 bis zu 158 000 Wohnungen fehlen.

 

Klare Zahlen verdeutlichen die sich immer weiter zuspitzende Wohnungsnot. Pro Jahr stieg das Wohnungsangebot im Zeitraum von 2011 bis 2014 nur um 11 400 Wohnungen – um der gestiegenen Anfrage gerecht zu werden, hätten es allerdings 20 700 sein müssen.

 


Dr. Peter Hauseisen, der Projektleiter der Allianz Baufinanzierung, legt in der Studie nahe, dass wirtschaftsstarke Gebiete wie München mit ihren benachbarten Regionen Lösungen für den Wohnungsmarkt finden müssen. „Dafür müssen sich alle Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft an einen Tisch setzen“, rät Hauseisen.

 

Falls die Bautätigkeit nicht nachlässt, prognostiziert die Studie trotz der vielen fehlenden Wohnungen eine Entspannung der Situation bis zum Jahr 2045.