Wohnungsrauswurf – Münchner Rentner Rudolph Kluge soll nach 44 Jahren ausziehen und klagt vor Amtsgericht

Mit 89 Jahren muss Rudolph Kluge um seine Mietwohnung kämpfen. Der Witwer lebt seit 44 Jahren in einer Drei-Zimmer-Wohnung in München Neuperlach. Doch nun wurde dem Rentner von seiner Vermieterin wegen Eigenbedarfs gekündigt.

 

Rudolph kluge will kämpfen, um den Verbleib in der Wohnung in der er seit 44 Jahren lebt. Hier wohnte der heute 89-Jährige zusammen mit seiner Frau Hedwig, die 2015 starb. Seitdem bewältigt der rüstige Rentner den Alltag allein. Doch nun soll er aus dieser Wohnung, in der Kafkastraße, ausziehen.

Seit Dienstag, 12. März, befasst sich das Amtsgericht mit dem Fall. Die Vermieterin hatte Rudolph Kluge im Februar 2019 wegen Eigenbedarfs gekündigt. Sie benötigt die Wohnung für ihren Sohn der in Trennung lebt und selbst einen Sohn hat. Der Kündigung hat Rudolph Kluge wiedersprochen. Der Leiter der Pressestelle des Amtsgerichts, Klaus-Peter Jüngst erläutert den Verlauf vor dem Amtsbericht:

Hilfe sucht Rudolph Kluge beim Mieterverein München und beim Pfarrer seiner Gemeinde. Dieser unterstützt den Rentner der über keine Internetverbindung verfügt und druckt ihm Wohnungsanzeigen aus. Rudolph Kluge hat bisher nur Absagen auf seine Wohnungsnachfragen bekommen.

Das Urteil in dem Fall des 89-jährigen Rentners wird in zwei bis sechs Monaten erwartet.
Bis dahin darf Rudolf Kluge in seiner Wohnung bleiben.