parkende Autos in Münchner Straße, © Symbolfoto

Zahl der Kfz-Neuzulassungen 2017 rückläufig? – mögliche Auswirkungen auf München

Der Zentralverband des Deutschen Kfz-Gewerbes stellte bereits im Oktober 2016 fest, dass es im Verlauf des gesamten Jahres weniger Kfz-Neuzulassungen gab. Aus diesen Zahlen, die im letzten Quartal des vergangenen Jahres veröffentlicht wurden, können Prognosen für das Jahr 2017 getroffen werden.

 

Laut dieser Prognosen werden die Zulassungszahlen auch im nächsten Jahr rückläufig sein. Das Institut rechnet mit einem Rückgang von etwa 100.000 Neuzulassungen im Vergleich zum vergangenen Jahr. Dies würde einen Anteil von 3,2 Millionen Neuzulassungen im Jahre 2017 bedeuten. Obwohl dies auf den ersten Blick ein guter Wert zu sein scheint, bedeutet der Rückgang der Neuzulassungen ein Minus an verkauften Fahrzeugen. Dies betrifft zu einem großen Anteil die deutsche Autoindustrie, denn BMW, Audi, Mercedes und Opel verkaufen in Deutschland einen großen Teil ihrer Fahrzeuge.

 

Alle Automarken, die in Deutschland produzieren, sind von den Einbußen betroffen. Am besten kam noch der bayerische Auto- und Motorradhersteller BMW weg. Der Fahrzeughersteller verzeichnete in Bezug auf die Neuzulassungen nur ein Minus von 3,2 Prozent. Somit wurde das Unternehmen von dem Rückgang an Neuzulassungen am wenigsten getroffen. Marken wie VW oder Porsche mussten größere Verluste bei den Verkäufen von Neuwagen hinnehmen.

 

Zulassungsdienste sind von den Verlusten betroffen

 

Zulassungsdienste wie die Christoph Kroschke GmbH bieten verschiedene Dienstleistungen rund um die Neuzulassung und die Ummeldung von Fahrzeugen für privat in Gewerbe. Der Dienstleister arbeitet für München und Umgebung. Geht die Anzahl der Neuzulassungen zurück, so wie es vom Zentralverband des Deutschen Kfz-Gewerbes prognostiziert wurde, sind nicht nur die Fahrzeughersteller, sondern auch Dienstleister wie die Christoph Kroschke GmbH betroffen. Die Zulassungsdienste werden nicht mehr so häufig beauftragt und könnten vor einer schwierigen Auftragslage stehen.

 

Aus diesem Grund ist es nicht nur für die Automobilkonzerne, sondern auch für die Dienstleister wichtig, die Anzahl der Neuzulassungen zu beobachten. Eine Umkehrung des Trends ist im laufenden Jahr nicht zu erwarten. Die Gründe für den prognostizierten Rückgang der Neuzulassungen sind vielschichtig. Die Haltezeit der Fahrzeuge ist höher als vor einigen Jahren, da auch ältere Fahrzeuge mit einer hohen Qualität und einer guten Ausstattung überzeugen. Viele Autokäufer entscheiden sich für einen guten Gebrauchten anstelle eines Neuwagens. Und nicht zuletzt ist der hohe Preis für Neuwagen der Grund, dass sich Autokäufer für einen Gebrauchten entscheiden. Neuwagen besitzen eine sehr gute und fortschrittliche Ausstattung, die jedoch ihren Preis hat.

 

Auswirkungen der sinkenden Neuzulassungen

 

Wenn die Neuzulassungen sinken, hat dies wirtschaftliche Folgen für die Automobilindustrie, aber auch für alle Dienstleister, die für die Automobilindustrie tätig sind. Dies betrifft nicht nur die Zulassungsdienste, sondern auch die Zulieferer und die Versicherungsunternehmen, die Kfz-Versicherungen anbieten. Die wirtschaftlichen Folgen sind größer, je geringer die Anzahl der Neuzulassungen ausfällt. Da es nur um eine Prognose handelt, können sich die Zahlen im Jahre 2017 durchaus anders entwickeln. Die Neuzulassungen können höher als die Vorhersage ausfallen, aber auch noch niedriger sein. Die Automobilhersteller, aber auch Zulassungsdienste und andere Unternehmen, die Dienstleistungen für die Automobilindustrie anbieten, sollten im Verlauf des Jahres die Entwicklung beobachten, um ihre Unternehmensstrategie auf den aktuellen Bedarf abstimmen zu können.