© Der Münchner Werner Stechbarth hat wegen der Zeitumstellung mit seinen 365 Uhren alle Hände voll zu tun.

Zeitumstellung 2018 – Wann werden die Uhren auf Sommerzeit gestellt?

Die Temperaturen steigen – zumindest momentweise – die Blumen sprießen aus der Erde und die Sonne lacht häufiger. Man merkt, dass wenigstens der Frühling allmählich naht! Und mit diesem kommt auch die Sommerzeit und so ist es nächstes Wochenende wieder soweit und die Uhren müssen umgestellt werden. Aber wie genau war das nochmal? Eine Stunde vor – oder doch zurück? Hier alle Infos.

 

Zunächst die wichtigste Antwort vorab: Die Zeit wird in diesem Jahr am 25. März, dem letzten Sonntag dieses Monats, um 02:00 Uhr nachts auf 03:00 Uhr vorgestellt. Die Uhren werden eine Stunde VOR-gestellt. Das heißt, die Nacht ist eine Stunde kürzer. Das heißt aber auch, dass es zukünftig länger hell bleibt!

 

Eselsbrücken

Wer sich nicht merken kann, wann die Uhren vor- oder zurückgestellt werden, der kann sich auch Eselsbrücken bauen. Hier zwei Beispiele:

  • Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel vor die Tür. (Uhr wird eine Stunde vorgestellt)
    Im Herbst stellt man sie zurück in den Schuppen. (Uhr wird eine Stunde zurückgestellt)
  • „Spring forward, fall back.“ [Im Frühling („spring“) den Zeiger eine Stunde vorstellen, im Herbst („fall“) eine Stunde zurück.]

 

Warum gibt es überhaupt eine Zeitumstellung?

Das eigentliche Ziel der Sommer- und Winterzeiten war Energie zu sparen. Nach der Ölkrise 1973 sollte durch eine bessere Nutzung des Tageslichts weniger Strom verbraucht werden. Deshalb beschlossen viele Länder der Europäischen Union 1975 die Sommerzeit. Zwar schalteten die Menschen im Sommer weniger oft das Licht an. Durch die flexiblen Arbeitszeiten etc. ist das aber nicht mehr wirklich der Fall. Durch die Zeitumstellung wird es morgens nämlich auch später hell – und die Leute heizen daher im Frühjahr und Herbst mehr. Grund genug auch für die Politik, die Zeitumstellung in Frage zu stellen.

 

 

Wie funktioniert das eigentlich mit Funkuhren?

Für die Umstellung der Funkuhren sorgen seit 1980 Physiker der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Über einen Zeitsender in Mainflingen bei Frankfurt wird ein Signal gesendet, das rund 100 Millionen Uhren in ganz Europa um eine Stunde zurückspringen lässt. Von Bahnhofsuhren über Wecker fallen alle Uhren mit Funksignalempfängern in die Verantwortung der Bundesanstalt. Größtenteils findet die Zeitumstellung somit automatisch statt.