Warnhinweis: Betreten der Gleise verboten, © Foto: Bundespolizei

Zwischen Hackerbrücke und Donnersberger Brücke: Betrunkener unternimmt Gleis-Spaziergang

Das kann sehr schnell tödlich ausgehen: Ein am Samstagabend (22. April) im Gleis gehender, stark alkoholisierter 36-Jähriger hat der schnellen Reaktion eines Bahnführers sein Leben zu verdanken. Dank Schnellbremsung kam die rund 50 Stundenkilometer schnell fahrende S-Bahn unmittelbar vor dem Mann zum Stehen.

 

Ein 36-jähriger Litauer marschierte gegen 23:15 Uhr vom Haltepunkt Hackerbrücke im Gleisbereich Richtung Donnersberger Brücke. Ein 55-jähriger S-Bahnführer einer S2 erkannte kurz nach der Ausfahrt von der Hackerbrücke einen Personenschatten im Gleis und leitete bei einer Geschwindigkeit von etwa  50 km/h eine Schnellbremsung ein. Die Bremsung ist haarscharf gut gegangen: Die S-Bahn kam erst zwei Meter vor dem Litauer zum Stehen!

 

Der Mann wurde von einer alarmierten Streife der Deutsche Bahn Sicherheit aus dem Gleis zum Bahnsteig am Haltepunkt Donnersberger Brücke geführt. Eine ärztliche Untersuchung vor Ort ergab, dass der Mann, der in Aubing wohnt, keinerlei Verletzung aufwies. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 3,38 Promille. Gegen den 36-Jährigen wurden Ermittlungen wegen Gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr eingeleitet. Warum der Mann sich sturzbetrunken im Gleisbereich befand konnte nicht geklärt werden.

 

Durch den Vorfall kam es zu Behinderungen im Betriebsablauf der S-Bahn.