Di., 22.05.2018 , 15:58 Uhr

Bäume gegen Klimawandel: Bundesverdienstkreuz für 20-jährigen aus Uffing

Es begann mit einem Referat in der Grundschule – heute folgen viele Tausende Felix Finkbeiners Vision, mit neu gepflanzten Bäumen den Klimawandel zu stoppen. Für sein Engagement ist der Bayer jetzt ausgezeichnet worden.

 

Berlin/Uffing am Staffelsee – Für seinen jahrelangen Einsatz gegen den Klimawandel hat der 20-jährige Felix Finkbeiner aus Bayern den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlieh ihm die Auszeichnung, die auch Bundesverdienstkreuz genannt wird, am Dienstag im Schloss Bellevue in Berlin. Mit Unterstützung seiner Familie hatte Finkbeiner im Alter von neun Jahren das Klimaschutzprojekt «Plant-for-the-Planet» (übersetzt: Für den Planeten pflanzen) im oberbayerischen Uffing am Staffelsee gestartet. Bei dem Projekt pflanzen Kinder und Jugendliche Bäume, damit diese das Treibhausgas Kohlendioxid aus der Luft aufnehmen. Zudem rufen sie Erwachsene dazu auf, Bäume zu spenden und selbst zu pflanzen.

 

Daraus ist eine internationale Bewegung mit mittlerweile mehr als 100 000 Unterstützern entstanden, wie es in der Begründung für die Auszeichnung des 20-Jährigen hieß. Um den Klimawandel zu bremsen, will das Projekt von Unternehmen, Regierungsvertretern und Organisationen bis zum Jahr 2020 Versprechen sammeln, dass diese weltweit 1000 Milliarden Bäume pflanzen oder dieses Ziel zumindest unterstützen. Über 15 Milliarden sind nach Angaben des Projekts bislang erreicht. Neben Finkbeiner bekamen am Dienstag 23 weitere Bürger einen Orden, darunter TV-Moderatorin Dunja Hayali, Schriftstellerin Juli Zeh und Netzaktivist Hannes Ley.

 

«Es freut uns Kinder und Jugendliche, dass die Erwachsenen unser Engagement mit dieser Auszeichnung ehren und ernst nehmen», teilte Finkbeiner der Deutschen Presse-Agentur im Anschluss an die Preisverleihung mit. «Noch lieber wäre es uns, wenn die Bundesrepublik für unsere Zukunft jedes Jahr zwei Milliarden Bäume pflanzen würde. Damit würde Deutschland sich als erste Industrienation klimaneutral und an die Spitze einer weltweiten Waldbewegung stellen.»

 

Ein Referat in der Grundschule hatte den heute 20-Jährigen auf das Thema Klimawandel gebracht. Bei den Recherchen erfuhr er von der kenianischen Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, die dafür gesorgt hat, dass in Afrika in 30 Jahren rund 30 Millionen Bäume gepflanzt wurden. Davon inspiriert kam er auf die Idee, dass Kinder und Jugendliche in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen könnten.

 

Im März hatte Finkbeiner in Monaco seine neue Vision von 1000 Milliarden neu gepflanzten Bäumen vorgestellt. Jetzt konzentriere er sich aber erst einmal auf sein Examen zum Bachelor-Abschluss, sagte er am Dienstag.

 

dpa

Felix Finkbeiner Planet Plant for the Uffing

Das könnte Dich auch interessieren

20.05.2026 Wie lange dauert eine Masterarbeit? Bearbeitungszeit, Zeitplan und realistische Erwartungen Die Masterarbeit markiert den Abschluss eines mehrjährigen Studiums – und viele Studierende fragen sich schon Monate vorher, wie lange eine Masterarbeit eigentlich dauert und ob die offiziellen Vorgaben mit der Realität übereinstimmen. Laut den Prüfungsordnungen vieler deutscher Hochschulen, darunter die LMU München, die TU München und die Universität Hamburg, beträgt die reguläre Bearbeitungszeit sechs Monate. 20.05.2026 München für Länger: Warum möbliertes Wohnen die bessere Alternative zum Hotel ist Wer für ein Projekt, eine neue Arbeitsstelle oder eine längere Weiterbildung nach München kommt, kennt das Dilemma: Ein Hotelzimmer wird auf Dauer unpersönlich und teuer, während die Suche nach einer Mietwohnung auf dem angespannten Münchner Markt oft frustrierend und zeitaufwendig ist. Genau hier schließt eine clevere Lösung die Lücke: Business Apartments und möblierte Wohnungen auf 15.05.2026 Tag der Alltagsbegleiter: Die stille Kraft, die Familien trägt An ihrer Seite ist an diesem Morgen Marta, Alltagsbegleiterin. Sie antwortet nicht mit Korrektur, nicht mit Ungeduld, nicht mit einem schnellen „Aber Sie sind doch zu Hause“. Sie setzt sich zu Frau Krüger, nimmt Blickkontakt auf und sagt ruhig: „Wir bleiben jetzt erst einmal hier zusammen. Ich bin da.“ Dann stellt sie eine Tasse Tee 13.05.2026 Mein Körper, meine Entscheidung: Warum Schönheits-OPs kein Tabu mehr sind Ästhetische Eingriffe werden heute deutlich offener thematisiert als noch vor einigen Jahren. Was früher häufig hinter verschlossenen Türen blieb, ist inzwischen Teil öffentlicher Gespräche geworden – ob in sozialen Medien, Podcasts oder persönlichen Erfahrungsberichten. Parallel dazu verändert sich auch die ästhetische Medizin selbst: Viele Menschen wünschen sich heute keine möglichst auffälligen Veränderungen mehr, sondern natürliche