Do., 05.03.2015 , 14:34 Uhr

Ettaler Missbrauchsopfer schildert Übergriffe - Bewährung für Pater zugesagt

München – Im Missbrauchs-Prozess gegen einen Benediktiner und früheren Internatslehrer in Kloster Ettal hat ein früheres Opfer am Donnerstag erstmals öffentlich ausgesagt.

 

Der Pater habe ihn im Schuljahr 2004/2005 in seinem Präfektenzimmer etwa zweimal in der Woche auf den Schoß gezogen und ihm unter die Hose gegriffen. «Ich war daran gewöhnt», sagte der heute 24-jährige Student vor dem Münchner Landgericht.

 

Er habe mit dem Pater «nie ein Problem» gehabt, «ich hatte das beste Verhältnis zu ihm», sagte der Zeuge. Er fühle sich durch die damaligen Vorkommnisse auch im Nachhinein nicht belastet. Als andere Schüler sich wegen des Religionslehrers an die Klosterleitung wandten, habe er sich «gewundert, warum sie das machen».

 

Der 44-jährige Angeklagte bat auch diesen Zeugen um Vergebung: «Ich habe mich dir gegenüber nicht immer korrekt verhalten, dafür möchte ich mich in aller Form entschuldigen.» Er war 2005 wegen Distanzlosigkeit gegenüber Schülern als Lehrer abgelöst worden. In den Fokus der Ermittlungen geriet er erst nach Untersuchungen eines Sonderermittlers in Kloster Ettal im Auftrag des Erzbistums München.

 

Bei einem Gespräch zwischen den Beteiligten war dem Angeklagten bei einem Geständnis des sexuellen Missbrauchs an Schülern bereits eine Bewährungsstrafe zugesagt worden. Am kommenden Mittwoch (11. März) will das Gericht die Plädoyers hören. Voraussichtlich verkündet es dann auch das Urteil.

 

(dpa)

Ettal Missbrauch

Das könnte Dich auch interessieren

23.06.2026 SEO-Beratung für Münchner Unternehmen: Wie finden Münchner Unternehmen die richtige SEO-Beratung? Bezüglich der Gewinnung neuer Kunden für Unternehmen spielt die digitale Sichtbarkeit eine ganz entscheidende Rolle. In einer wirtschaftsstarken Region wie München ist der Wettbewerb in vielen Branchen besonders intensiv. Eine Spitzenplatzierung in den Google-Suchergebnissen kann daher einen enorm wichtigen Wettbewerbsvorteil schaffen. Die professionelle Suchmaschinenoptimierung gehört zu den effektivsten Maßnahmen im Online-Marketing. Durch eine gezielte Optimierung 18.06.2026 Die KI-Revolution in München: Wie lokale Unternehmen jetzt die Weichen für die Zukunft stellen Künstliche Intelligenz hat das Stadium eines reinen Schlagworts längst verlassen und ist zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor geworden, gerade hier im Herzen des „Isar Valley“. Für Münchner Unternehmen, vom etablierten Mittelständler bis zum agilen Start-up, ist KI keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern ein konkretes Werkzeug zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Technologie durchdringt sämtliche Branchen und verändert 18.06.2026 Erst die Strategie, dann die Kamera: Was ein Unternehmensvideo in München wirklich erfolgreich macht Bewegtbild ist in den meisten Münchner Unternehmen angekommen – die Kamera läuft, der Film steht auf der Website, ab und zu erscheint ein Clip auf LinkedIn. Trotzdem bleibt bei vielen ein Gefühl zurück: viel Aufwand, wenig Wirkung. Der Grund liegt selten an der Technik, sondern daran, dass Video oft wie ein einmaliges Deko-Projekt behandelt wird 18.06.2026 Bayerns Sonnen-Gold: Wie Direktinvestments in Solarparks mit Batteriespeicher stabile Renditen sichern Die bayerische Wirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: der Notwendigkeit einer schnellen und nachhaltigen Energiewende sowie dem Wunsch privater und institutioneller Anleger nach inflationssicheren und wertstabilen Kapitalanlagen. In diesem Spannungsfeld etabliert sich eine Anlageklasse, die beide Anforderungen elegant miteinander verbindet: Direktinvestitionen in Photovoltaikanlagen. Anders als bei anonymen Fonds oder schwankungsanfälligen Aktien handelt es sich hierbei