Di., 04.10.2016 , 09:58 Uhr

Festgeld im Ausland anlegen

Das Thema Zinsen ist ein leidiges Thema für viele Anleger in Deutschland, denn die Erträge, die Sparer hierzulande auf ihr Sparkonto-Guthaben erhalten, sind niedriger als die derzeitige Inflationsrate. Oder anders formuliert, bei Zinssätzen die gegen Null tendieren, und einer Inflationsrate größer als Null, verliert das angelegte Geld auf dem Sparkonto schon jetzt an Wert.

 

Dazu kommt, dass einige Banken darüber nachdenken, Negativzinsen auch für Privatkunden einzuführen. Immer mehr Anleger fassen daher die Möglichkeit ins Auge, ihr Geld fest im Ausland anzulegen, wo Spareinlagen besser verzinst werden, und trotzdem eine gewisse Sicherheit gegeben ist. Was genau Festgeld ist, und was Sie über die verschiedenen Laufzeiten wissen sollten, wird in diesem Artikel näher erläutert.

 

 

Was ist Festgeld?

 

Unter Festgeld – auch Termineinlage, Termingeld oder Festgeldeinlage genannt – versteht man eine Form von Geldanlage, bei der das Guthaben über eine fest vereinbarte Laufzeit, und mit einem festen Zinssatz angelegt wird. So müssen Anleger sich keine Sorgen über Kursschwankungen machen. Der Vorteil gegenüber einem Tagesgeldkonto ist, dass die Festgeld-Zinssätze aufgrund der längeren Laufzeit höher ausfallen. Denn die Bank kann über einen längeren Zeitraum mit dem Geld arbeiten, und somit von ertragreicheren Anlagemöglichkeiten Gebrauch machen. An diesem Vorteil lässt die Bank den Kunden, der das Kapital durch seine Festgeld-Anlage erst zur Verfügung gestellt hat, teilhaben. Festgeld basiert auf zwei Grundprinzipien: Die Bank weiß aufgrund der festen Vertragslaufzeit ganz genau, wie lange sie mit dem Geld arbeiten kann. Das heißt für den Sparer allerdings: Er oder sie kann über diesen, festgelegten Zeitraum (die Laufzeit) hinweg nicht auf das Geld zugreifen. Andererseits weiß man als Sparer von vornherein, wie hoch der Zinsertrag sein wird, der bei Fälligkeit ausgezahlt wird. Denn dieser wird, wie die Laufzeit, ebenfalls vor Vertragsabschluss fest vereinbart. Für die meisten Festgelder gelten Mindesteinlagen, die zwischen etwa 5.000 Euro und 10.000 Euro liegen, jedoch gibt es auch Banken, die Festgeldkonten mit weniger Kapital einrichten. Bei Fälligkeit haben Sparer die Möglichkeit, zu entscheiden, ob das angelegte Geld samt Zinsen wieder ausgezahlt werden soll, oder ob es erneut (inklusive der Zinsen) angelegt werden soll.

 

 

Welche Laufzeit ist empfehlenswert

 

Die Laufzeiten für Festgeldanlagen variieren von Produkt zu Produkt, weshalb Sie vor Abschluss eines Vertrages alle Produkte gründlich vergleichen sollten. Stellen Sie auf jeden Fall auch sicher, dass Ihre persönlichen finanziellen Umstände es erlauben, dass Sie für mehrere Monate, oder eventuell sogar Jahre, nicht auf einen bestimmten Betrag zugreifen können. Da die Zinsen nicht von den Entwicklungen am Finanzmarkt abhängig sind, kann es bei Fälligkeit sein, dass die Zinsen am Markt inzwischen stark gestiegen sind. Trotzdem erhält der Sparer „nur“ den bei Vertragsabschluss vereinbarten Zinssatz. Um hier nicht zu viel Flexibilität zu verlieren, kann es hilfreich sein, sein Geld gestaffelt anzulegen. Das heißt, einen Teil des Geldes kann man kurz- bis mittelfristig anlegen, und einen Teil seines Vermögens über mehrere Jahre.

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