Fr., 17.11.2017 , 13:59 Uhr

"I bims" ist "Jugendwort des Jahres"

Zum zehnten Mal hat Langenscheidt das „Jugendwort des Jahres“ gekürt. Diesmal wählte die Jury einen Zweiteiler, den viele Jugendliche nutzen – und auch sicher der ein oder andere Erwachsene kennt.

I bims“ ist das „Jugendwort des Jahres“. Es bedeutet „Ich bin“, wie der Langenscheidt-Verlag am Freitag in München mitteilte. Es gilt aber auch als Synonym für „Ich bin’s“. „I bims“ ist eine beliebte Wendung aus der sogenannten „vong“-Sprache, in der Internetnutzer in sozialen Netzwerken Sätze verkürzen und mit Worten spielen. Dabei werden oft Begriffe absichtlich falsch geschrieben.

 

Zur Auswahl standen 30 Begriffe, die zeigen sollen, wie die Jugend von heute spricht. Eine 20-köpfige Jury hatte das Wort gewählt. In einer unverbindlichen Online-Abstimmung war „I bims“ auf dem letzten Platz gelandet. Spitzenreiter war der Ausdruck „geht fit“ als Bezeichnung für etwas, das klar geht. Dahinter lag „napflixen“ für ein Nickerchen während eines Films. Mit rund einer Million Stimmen gab es laut Verlag diesmal so viele wie noch nie.

 

User-Liebling „geht fit“ war für Jury-Mitglied David Berger zu regional. Außerhalb des Ruhrgebiets sei es nicht weit verbreitet, sagte der Jura-Student. Jungen Leute in Berlin beispielsweise sage der Ausdruck gar nichts. „Jugendsprache ist auch oft sehr regional, es ist ein bisschen so wie ein Dialekt“, sagte der 19-Jährige, der bereits zum dritten Mal in der Jury saß. „I bims“ sei da deutlich bekannter. „I bims darf man nicht ganz so eng sehen – es steht auch stellvertretend für die ganze „vong“-Sprache, die wir ja gerade in den sozialen Medien ganz viel haben.“

 

Es werde von Jugendliche häufig verwendet – in Unterhaltungen, aber auch in Textnachrichten. „Die sagen das wirklich – das war uns auch wichtig.“ Jury-Kollegin Livia Kerp sah das genauso: „Es ist sehr weit verbreitet und jeder sagt es“, erklärte die 15 Jahre alte Bloggerin.

 

Im vergangenen Jahr lag „isso“ als Zustimmung oder Unterstreichung von etwas vorne. Die Jury entschied sich aber für „Fly sein“, einen Begriff aus der Hip-Hop-Szene, der so viel heißt wie: jemand oder etwas „geht besonders ab“. 2015 lag in der Online-Abstimmung das Verb „merkeln“ vorne, das soviel bedeuten soll wie „nichts tun, keine Entscheidung treffen“. Die Jury kürte aber mit „Smombie“ – ein Kunstwort aus Smartphone und Zombie. Es soll jemanden beschreiben, der von seiner Umwelt nichts mehr mitbekommt, weil er nur noch auf sein Smartphone starrt.

 

 

Die Wahl ist eine Werbeaktion des Langenscheidt-Verlags für sein Jugendsprache-Lexikon und fand in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Oft wird dabei diskutiert, ob das Sieger-Wort wirklich dem Sprachgebrauch von Jugendlichen entspricht. „Wir haben ein Wort gefunden, das wirklich bereits gesprochen wird“, sagte ein Sprecher. Dem Vorwurf, so spreche niemand, habe man dieses Jahr etwas entgegensetzen können.

dpa

Jugendwort Jugendwort des Jahres

Das könnte Dich auch interessieren

21.07.2026 Finanzierungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen: Ein Wegweiser für den bayerischen Mittelstand Wer ein kleines oder mittleres Unternehmen führt, kennt die Herausforderung: Wachstum kostet Geld, und das Kapital ist selten genau dann verfügbar, wenn man es braucht. Ob neue Maschinen, zusätzliche Mitarbeiter oder die Erschließung neuer Märkte – die Finanzierungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen sind heute deutlich vielfältiger als noch vor zehn Jahren. Neben dem klassischen 20.07.2026 Der erste Kontaktpunkt entscheidet – warum Zufahrtsmanagement zunehmend zum Wettbewerbsfaktor wird In vielen Unternehmen wurde die Zufahrt zum Betriebsgelände lange Zeit als rein technisches Element betrachtet: Kontrollpunkt, Tor, Zaun, Wachposten. In der Praxis beginnt jedoch genau an dieser Stelle sehr häufig der eigentliche operative Prozess eines Unternehmens. Hier treffen Lieferanten, Fahrer, Subunternehmer, Mitarbeitende, Gäste, Servicedienstleister und externer Transport aufeinander. Hier entstehen erste Verzögerungen, Warteschlangen, organisatorische Missverständnisse 16.07.2026 Wie ein Zauberer Events in München unvergesslich macht Genau an dieser Stelle setzen innovative Eventplaner auf ein Entertainment, das den klassischen Rahmen sprengt und für echten, unzensierten Gesprächsstoff sorgt. Ein professioneller Zauberkünstler München bringt genau die richtige Mischung aus ungläubigem Staunen, feinsinnigem Humor und einem Hauch Exklusivität mit, die aus einer gewöhnlichen Zusammenkunft ein unvergessliches Highlight macht. Wenn die Logik für ein paar 09.07.2026 Fersensporn natürlich behandeln: Die überraschende Rolle spezieller Schuhe für Ihre Fußgesundheit Ein stechender Schmerz unter der Ferse, besonders bei den ersten Schritten am Morgen – für viele Menschen ist dieses Gefühl ein unangenehmer Start in den Tag. Der Fersensporn, eine oft schmerzhafte Entzündung der Sehnenplatte an der Fußsohle, kann die Lebensqualität erheblich einschränken. Während Einlagen, Dehnübungen und Physiotherapie bewährte Methoden sind, wird ein entscheidender Faktor oft