Mi., 08.10.2014 , 15:40 Uhr

Landgericht München schließt Öffentlichkeit bei Kindesmissbrauch-Prozess aus

Justizia bleibt hier blind: In München hat der Prozess gegen einen 30 Jahre alten Mann begonnen, der eine Art Soziales Netzwerk für Pädophile betrieben haben soll.

Dort konnten sich Menschen zur Kindesmisshandlung verabreden und sogar – laut Staatsanwalt „ihre Kinder zum Tausch anbieten“, um sich sexuell an ihnen zu vergehen. Zuschauer darf es beim Prozess erstmal keine geben.

Online-Geschäft mit Kindesmissbrauch

Das Münchner Landgericht hat am Mittwoch in einem Kinderpornografie-Prozess die Öffentlichkeit zum Schutz des Angeklagten während dessen Vernehmung ausgeschlossen. Dem Grafikdesigner wird unter anderem Anstiftung zum besonders schweren Missbrauch von Kindern vorgeworfen. Der 30-Jährige soll zwei Internetseiten zur Anbahnung von Kontakten zwischen Pädophilen betrieben haben. Seine Aussage werde seine sexuelle Entwicklung und seine diesbezüglichen Neigungen zum Inhalt haben, der Schutz dieses persönlichen Lebensbereichs überwiege das Interesse an der öffentlichen Erörterung, begründete der Vorsitzende den Ausschluss.

Laut der Anklage diente die Internetseite der Verabredung zum Missbrauch von Kindern, innerhalb kürzester Zeit meldeten sich im März 2012 über 560 Mitglieder an. Dabei wurden auch Frauen angesprochen, die laut Staatsanwaltschaft „ihre Kinder zum sexuellen Missbrauch anbieten wollten“. Zur Werbung für die Seite habe er kinderpornografisches Bildmaterial zum Abruf hinterlegt. Die Bilder zeigen Kinder bei Sexualpraktiken mit Frauen und Männern.
Der 30-Jährige soll ferner mit einer bislang unbekannten  Frau von den Philippinen gechattet und sie detailliert angewiesen haben, was sie mit einem Kleinkind tun soll. Die Chatpartnerin stellte laut Anklage entsprechende Videos von grausamen sexuellen Misshandlungen eines etwa zweijährigen Mädchens zum Abruf im Internet her. Ein Urteil in dem Prozess wird erst im November erwartet.

adc / dpa

Katholische Kirche Kinderschänder Missbrauch Sexuelle Übergriffe

Das könnte Dich auch interessieren

27.05.2026 Gemi Elettronica: technologische Lösungen für moderne Sicherheit und Komfort in Haus und Landwirtschaft Auch wenn diese beiden Systeme auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, verbindet sie eine klare Philosophie: technische Lösungen sollen nicht kompliziert sein, sondern das Leben einfacher, sicherer und effizienter machen. Genau darauf ist die Produktentwicklung von Gemi Elettronica ausgerichtet.   Technologie als Antwort auf reale Alltagsprobleme In vielen Haushalten und landwirtschaftlichen Betrieben treten immer 20.05.2026 Wie lange dauert eine Masterarbeit? Bearbeitungszeit, Zeitplan und realistische Erwartungen Die Masterarbeit markiert den Abschluss eines mehrjährigen Studiums – und viele Studierende fragen sich schon Monate vorher, wie lange eine Masterarbeit eigentlich dauert und ob die offiziellen Vorgaben mit der Realität übereinstimmen. Laut den Prüfungsordnungen vieler deutscher Hochschulen, darunter die LMU München, die TU München und die Universität Hamburg, beträgt die reguläre Bearbeitungszeit sechs Monate. 20.05.2026 München für Länger: Warum möbliertes Wohnen die bessere Alternative zum Hotel ist Wer für ein Projekt, eine neue Arbeitsstelle oder eine längere Weiterbildung nach München kommt, kennt das Dilemma: Ein Hotelzimmer wird auf Dauer unpersönlich und teuer, während die Suche nach einer Mietwohnung auf dem angespannten Münchner Markt oft frustrierend und zeitaufwendig ist. Genau hier schließt eine clevere Lösung die Lücke: Business Apartments und möblierte Wohnungen auf 15.05.2026 Tag der Alltagsbegleiter: Die stille Kraft, die Familien trägt An ihrer Seite ist an diesem Morgen Marta, Alltagsbegleiterin. Sie antwortet nicht mit Korrektur, nicht mit Ungeduld, nicht mit einem schnellen „Aber Sie sind doch zu Hause“. Sie setzt sich zu Frau Krüger, nimmt Blickkontakt auf und sagt ruhig: „Wir bleiben jetzt erst einmal hier zusammen. Ich bin da.“ Dann stellt sie eine Tasse Tee