Jan Wannemacher ist ein gutes Beispiel. Punkt. Zum Beispiel ist der jannemacher (wie er sich seit Kurzem nennt) beispielsweise ein gutes Beispiel für bayerischen Mundart-Pop – mal leicht und witzig, mal tiefgründig, aber immer geistreich. Und er ist ein gutes Beispiel für all jene, die – wie er – manchmal Zweifel und Ängste haben. Vor allem aber ist er ein gutes Beispiel im Umgang mit den Herausforderungen des Lebens. Und mehr will auch gar nicht sein, nur ein Beispiel. Aber das ist gut. Im Gespräch mit Alexander Onken erzählt Jan Wannemacher unter anderem von Texten, die plötzlich da waren, bevor er darüber nachgedacht hat, er spricht über eine Beziehungskrise, bei der ihm klar wurde, dass die Schuldzuweisung im Spiegel erfolgen sollte und er sich bewegen muss („I muas mi bewegn“) und meiVEREIN – das Netzwerk für MundART.Kultur, dessen 2. Vorstand er ist. Zu diesem Netzwerk gehören auch die Munsart-Rapper Pikant & Moort…
Während sich jannemacher Gedanken darüber macht was ihm wichtig ist, denken Pikant & Moort mehr und mehr darüber nach, worüber es sich keine Gedanken zu machen (mehr) lohnt. Andererseits tun sie das ja in ihren Texten. Man könnte also sagen, dass sie die Bedeutungslosigkeit mancher Dinge ernst nehmen. Allein die Titel von Songs wie „Soach gegan Wind“ und „Am Oasch“ erklären sich von selbst. Vielleicht sind das Reminder an sie selbst, vielleicht auch eine Aufforderung an andere, die ein wenig Mut und einen Soundtrack für ihre Aufbruchstimmung brauchen. Patrick Siegl (Pikant) und Martin Legner (Moort) über korrektes Deutsch und falsches Bayerisch (und umgekehrt!), Maurer-Beats, Übereinstimmungen in Unterschieden und mehr in in der Ausstellung „United by Jazz“ in der Pasinger Fabrik.
Und im Record Update, wo wir aktuelle Musikvideos von früheren Record-Gästen vorstellen, sehen wir „Siren“ von Mirabelle Rose.