Mo., 14.11.2016 , 08:58 Uhr

Nach Leichenfund in Tirol fasst Polizei Tatverdächtigen in München

Ein Tötungsdelikt in Tirol hat mehrere Bezüge zu Bayern. Das Opfer wohnte zuletzt in München. Und auch die Spur zu einem Tatverdächtigen führt in Bayerns Landeshauptstadt.

 

München/Söll – Nach dem Fund einer Leiche auf einem Parkplatz im österreichisch-bayerischen Grenzgebiet bei Kufstein hat die bayerische Polizei im Großraum München einen Verdächtigen festgenommen. Es liege ein dringender Tatverdacht vor, sagte der Leiter des Landeskriminalamts Tirol, Walter Pupp, am Sonntag. Der Verdächtige befinde sich in Untersuchungshaft.

 

Bei dem Festgenommenen handelt es sich demnach um einen 28 Jahre alten Mann aus dem Beziehungsumfeld des Opfers. Zunächst hatten sich die Beamten dazu aus ermittlungstaktischen Gründen nicht geäußert. Auch Näheres zur Identität des mutmaßlichen Täters werde vorerst nicht bekanntgegeben, hieß es. Die Münchner Polizei sei eingeschaltet, sagte Pupp.

 

Der Verdächtige wurde dem zuständigen Haftrichter in Bayern vorgeführt. Die am Freitag bei dem 28-Jährigen sichergestellten Gegenstände würden derzeit kriminaltechnisch untersucht. Im Zuge der Ermittlungen in Bayern sei auch eine Schusswaffe sichergestellt worden, die möglicherweise im Zusammenhang mit der Tat stehe. Dies müsse allerdings noch geprüft werden.

 

Man gehe nach bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass es sich bei dem Opfer um einen 31 Jahre alten Griechen handele, der zuletzt in Ottobrunn bei München gelebt habe, sagte Pupp. Völlige Klarheit über die Identität des Mannes habe man allerdings noch nicht, sondern erst, wenn unter anderem ein DNA-Abgleich erfolgt sei. Zuvor hatten mehrere Medien in Bayern über die Herkunft des Opfers berichtet.

 

Die Leiche war Montagfrüh von einem Lastwagenfahrer bei einem Parkplatz in Söll (Bezirk Kufstein) in Tirol entdeckt worden, nicht weit von der Grenze zu Bayern entfernt. «Wir gehen von einem Tötungsdelikt aus», sagte Pupp. Nach bisherigen Erkenntnissen sei das Opfer von mehreren Schüssen getroffen worden.

 

(dpa)

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