Fr., 27.12.2019 , 15:40 Uhr

Outdoorsport im Winter - wie schützt man sich vor Kälte?

Eisklettern, Trekking und Trailrunning gehören zu den Outdoorsportarten, die vor allem im Winter ausgeübt werden. Um den Körper vor Kälte und anderen ungünstigen Witterungseinflüssen zu schützen, sollte beim Outdoorsport auf geeignete Bekleidung und Ausrüstung geachtet werden.

 

Funktionstextilien müssen extrem strapazierfähig sein

Meist werden Funktionstextilien, die sich durch ihre Atmungsaktivität, Wasser- und Winddichtigkeit auszeichnen, beim Outdoorsport getragen. Diese Textilien, die extrem strapazierfähig sein müssen, sollen bei allen Umgebungsbedingungen für einen optimalen Tragekomfort sorgen. Aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften wird Funktionsbekleidung meist beim Sport oder in der Freizeit getragen. Bei Sportarten wie dem Fahrradfahren im Winter ist eine isolierende Bekleidung, die vor Wind, Regen und Kälte schützt, unbedingt notwendig. Die Grundlage jeder Outdoor-Bekleidung ist geeignete Funktionsunterwäsche. Es wird empfohlen, sich bei Aktivitäten im Freien im Zwiebelprinzip zu kleiden, sodass auf plötzliche Wetteränderungen flexibel reagiert werden kann. Beim Outdoorsport wie beim Canyoning muss die Bekleidung einiges aushalten und sollte deshalb aus strapazierfähigem Material bestehen. Da man während sportlicher Aktivitäten schnell ins Schwitzen gerät, muss Funktionsbekleidung atmungsaktiv sein, damit die Kleidungsstücke trotz der Schweißproduktion nicht feucht werden. In der Bekleidungsphysiologie wird der Begriff Atmungsaktivität meist als Synonym verwendet, um die Wasserdampfdurchlässigkeit eines Materials zu beschreiben. Die Atmungsaktivität von Materialien wird anhand des sogenannten Ret-Wertes bestimmt. Es wird davon ausgegangen, dass vor allem Funktionstextilien mit Membran neben gleichzeitigem Regenschutz auch über optimale Atmungsaktivität verfügen.

 

Welche Funktionseigenschaften müssen Outdoortextilien haben?

Die Membran ist eine dünne Trennschicht, die bei Funktionsbekleidung das Eindringen von Wind und Nässe verhindern soll. Darüber hinaus unterstützt das Material einen zügigen Abtransport von dampfförmigem Schweiß, sodass ein höchstmöglicher Tragekomfort gewährleistet ist. In diesem Zusammenhang ist die Wetterschutzmembran erwähnenswert, die häufig zur Herstellung atmungsaktiver, wasserdichter und winddichter Funktionskleidung verwendet wird. Die porenlose Membran besteht aus vollständig recyclingfähigem Material. Bei der Entwicklung der Sympatex Membran wurde ein gesundheitlich unbedenkliches Copolymer aus Polyester und Polyether verwendet, das umwelt- und hautfreundlich ist. Wer häufig Sport treibt oder im Freien unterwegs ist, sollte bei Kleidung und Schuhen keine Kompromisse machen. Kleidung, die bei Outdooraktivitäten getragen wird, muss den Körper trocken und warm halten, damit es nicht zur Unterkühlung kommt. Nasskalte Bekleidung ist nicht nur ungünstig, sondern stellt ein Risiko für Erkältungskrankheiten dar. Funktionstextilien gelten als 100 Prozent wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv. Das Material nimmt den Wasserdampf direkt auf und leitet diesen durch die Kleidung nach außen ab. Dieses Prinzip wird als „dynamisch atmungsaktiv“ bezeichnet, da die Membran umso effizienter arbeitet, desto höher die körperliche Aktivität ist. Dadurch soll gewährleistet werden, dass der Körper auch in extremen Situationen immer trocken und warm bleiben. Außerdem gelten Funktionstextilien als sehr langlebig. Die besonders dünne und dehnfähige porenlose Membran ist äußerst strapazierfähig, sodass Funktionsbekleidung für Extremsportarten häufig aus diesem Material angefertigt werden. Wasserdicht ist Funktionsbekleidung allerdings nur dann, wenn alle Voraussetzungen der Wasserdichtigkeit erfüllt werden.

 

Worauf muss bei Outdoorbekleidung geachtet werden?

Die Wasserabweisung ist eine Materialeigenschaft, durch die eine sofortige Aufnahme von Wasser verhindert wird. Da Funktionstextilien hohen Belastungen standhalten müssen, wird auf die äußerste textile Lage zusätzlich eine Wasserabweisung aufgebracht, damit die Aufnahme von Feuchtigkeit durch das Textilgewebe verhindert wird. Dabei wirkt sich bereits eine geringe Wasseraufnahme der äußersten textilen Lage negativ auf den Tragekomfort aus. Ein klammes Tragegefühl deutet darauf hin, dass die Wasserabweisung mangelhaft ist. In der Regel werden fluorcarbon-haltige oder fluorcarbon-freie Textilhilfsmittel verwendet, um das Abperlen der Wassertropfen zu bewirken. Wasserdichte Materialien können das Ein- oder Durchdringen von Wasser bis zu einem bestimmten Grad verhindern. Bei wasserdichten Funktionstextilien, die über ein Membransystem verfügen, sind die Träger permanent vor Nässe geschützt. Die Wasserdichtigkeit einer Membran kann anhand der sogenannten Wassersäule gemessen werden. Gemäß den Anforderungen der Norm DIN EN 343 ist eine Membran, die einer Wassersäule von 1.300 mm und mehr standhält, als wasserdicht einzustufen. Die Wetterschutzmembran, die auf ihre Wasserdichtigkeit getestet wurde und bei einer Wassersäule von 45.000 mm keine Feuchtigkeit eindringen lässt, gilt als extrem wasserdicht. Gleichzeitig wird der Membran eine gemäß DIN EN ISO 9237 absolute Winddichtigkeit bescheinigt. Bei der Winddichtigkeit handelt es sich um eine wichtige Funktionseigenschaft, die den Windchill-Effekt verhindern soll. Das subjektive Kälteempfinden, das bei Wind und Sturm entsteht und zum Frösteln führt, kann das Absinken der Leistungsfähigkeit bewirken. Deshalb wird bei Sportbekleidung immer darauf geachtet, dass diese absolut winddicht ist.

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