Mi., 06.05.2015 , 11:22 Uhr

Wohnraumprobleme weil Wohnungen an Touristen gehen

Rund 2.000 Wohnungen in München werden als Urlaubsdomizil für Touristen genutzt. Das sei illegal, meint der Mieterverein und schlägt Alarm. Auch weil deshalb der Wohnraum für Münchner immer knapper wird.

 

München – Weil immer Wohnungen in Münchens Innenstadt leer stehen, gründeten sich zuletzt sogar Initiativen aus Münchner Kulturschaffenden und Engagierten wie die „Goldgrund“-Aktivisten, zu deren Gruppe auch Prominente Bürger wie Ex-Fußballprofi Mehmet Scholl oder die Sportfreunde Stiller zählen. Sie befürchten, die Landeshauptstadt werde auf Dauer an Charme einbüßen. Auch, weil sich häufig reiche Menschen aus dem Ausland eine Wohnung etwa im Glockenbachviertel kaufen und darin gerade einmal den Sommerurlaub verbringen würden.

 

Der Mieterverein unterstützte damals die Initiative und schätzte, dass eine Dunkelziffer weit über die offiziell bekannten zwei Prozent der leer stehenden Münchner Wohnungen hinaus reiche.

 

Touristen rauben Münchnern Wohnraum

 

Nun tut sich ein neues Problem auf: Um mehr Profit mit ihren Immobilien zu machen, vermieten Vermieter diese nicht mehr dauerhaft an Münchner, sondern tageweise an Touristen. Rund 2000 Wohnungen werden einer Schätzung des Münchner Mietervereins zufolge auf diese Weise zweckentfremdet. Wertvoller Wohnraum, der so vom Münchner Mietmarkt verschwindet. Gerade auch zur Wiesn-Zeit.

Dabei haben Vermieter leichtes Spiel. Denn auf zahlreichen Internetportalen kann man mittlerweile die eigene Wohnung anbieten. „Bei einem Großteil der Angebote ist es offensichtlich so, dass die Anbieter die Vermietung an Touristen gewerblich betreiben“, sagte Mietervereins-Chefin Beatrix Zurek. Das sei sogar gesetzeswidrig.“

 

Die Gründe: Dringend benötigter Wohnraum wird auf diese Art zweckentfremdet. Außerdem werden wohl die wenigsten Vermieter die Einnahmen aus den Urlaubs-Übernachtungen versteuern. Und das ist illegal.

 

Beispiel Hamburg

 

Zurek, die selbst im SPD-Stadtrat sitzt, fordert nun die Stadtregierung auf mehr dagegen zu unternehmen: „Die Stadt könnte wagemutiger und ergebnisorientierter sein.“ Sie hofft auf mehr Kontrollen, die abschreckend wirken sollen.

 

Hamburg etwa macht es vor: dort bietet das Wohnraumgesetz etwa die Möglichkeit, auch Online-Portalbetreiber zu belangen und von diesen Auskunft über Anbieter zu bekommen.

 

make

Das könnte Dich auch interessieren

13.03.2026 Wie Websitebaukästen technische Hürden beim Erstellen einer eigenen Seite senken Wenn Sie erstmals einen eigenen Internetauftritt planen, begegnen Ihnen oft Begriffe wie Hosting, SSL, Design oder Responsivität. Ein Homepage Baukasten ermöglicht Ihnen, eine Webseite ohne umfangreiche technische Kenntnisse oder komplizierte Softwareinstallationen zu gestalten und mit wenigen Klicks online zu stellen. Der unkomplizierte Zugang ist insbesondere für Einsteiger hilfreich, da viele technische Aufgaben automatisch im Hintergrund 12.03.2026 Wir schicken Euch ins Konzert! Erlebt das Geschwister-Duo Kirill & Alexandra Troussov mit Ihrer Virtuoso Gala Es ist wieder so weit: Das weltweit gefeierte Geschwister-Duo Kirill & Alexandra Troussov ist erneut live in seiner Heimatstadt München zu erleben – dieses Mal mit einer VIRTUOSO GALA am 17. März in der Allerheiligen-Hofkirche der Residenz München,  mit Stargast Benedict Kloeckner! Es erwartet Euch ein einzigartiger Gala-Abend mit virtuosen Juwelen der Romantik u.a. von Paganini, 08.03.2026 Alles zur Kommunalwahl auf münchen.tv Die Kommunalwahl in München am 8. März 2026 entscheidet darüber, wer künftig im Rathaus und in den Bezirksausschüssen die Richtung für unsere Stadt vorgibt. Auf unserer Seite zur Wahl finden Sie einen interaktiven München‑O‑Mat, mit dem Sie Ihre eigenen Positionen mit den Programmen der antretenden Parteien und Wählergruppen vergleichen können – einfach Thesen beantworten, Parteien 06.03.2026 Dauerhafte Haarentfernung im Realitätscheck: Was Ergebnisse wirklich stabil hält