Fr., 09.01.2015 , 16:29 Uhr

Baugerüst stürzt, Bäume fallen: Lebensgefährlicher Sturm in München

In Bogenhausen ist ein Baugerüst wie ein Kartenhaus zusammengefallen, in Ramersdorf eine knapp 20 Meter Fichte umgestürzt. Der Sturm, der durch München fegt, hält Polizei und Feuerwehr in Atem.

 

Der derzeitige Sturm mit seinen starken Winden hält die Landeshauptstadt in Atem. Für den Englischen Garten, die Maximiliansanlagen und den Schlossgarten Nymphenburg hat die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung eine Warnung herausgegeben. Durch umstürzende Bäume oder abbrechende Äste bestehe hier Gefahr für Leib und Leben. Von einem Besuch wird deshalb dringend abgeraten.

 

Baugerüst in Bogenhausen umgestürzt

 

In der Ismaninger Straße ist heute ein Baugerüst auf die Straße umgestürzt. Da es laut Polizeiangaben die Oberleitung der Tram beschädigt hat, ist deren Verkehr erstmal lahmgelegt worden.

 

#Orkanböen auch über München: Dieses Baugerüst in der Ismaninger Straße fiel wie ein Kartenhaus in sich zusammen. pic.twitter.com/P6S3ryqfXQ

— BR_Oberbayern (@BR_Oberbayern) 9. Januar 2015


Fichte in Ramersdorf auf Auto gestürzt

 

Gegen Mittag ist in  Ramersdorf eine Fichte auf ein Gartenhaus gestürzt und musste aufwändig von der Feuerwehr entfernt werden.

 

Mehrere Zugausfälle

 

Mit gesperrten Stecken und Verspätungen haben Bahnreisende den Sturm über Bayern zu spüren bekommen. Wegen des starken Windes stürzten am Freitag mehrere Bäume auf Gleise und Oberleitungen, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Am Nachmittag waren deshalb drei Stecken im Freistaat gesperrt. Betroffen waren Abschnitte bei Oberammergau, Ruhpolding und südlich von München. Auf vielen Strecken vor allem im Norden und Nordosten Bayerns fuhren Züge mit reduzierter Geschwindigkeit. „Dann kann der Zug noch rechtzeitig stoppen, wenn Äste in der Oberleitung hängen“, sagte der Sprecher. Bahnreisende müssen deshalb noch bis Samstag mit Verspätungen rechnen.

 

Sturm legt Skibetrieb auf Zugspitze lahm

 

Der Sturm hat den Skibetrieb an der Zugspitze lahmgelegt. Um 14.00 Uhr seien die Lifte an Deutschlands höchstem Berg abgeschaltet worden, sagte die Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn, Verena Lothes, am Freitag. «Ein sicherer Skibetrieb kann nicht mehr gewährleistet werden.» Die Eibseeseilbahn war bereits von 10.30 Uhr an außer Betrieb. «Die Zahnradbahn und die Gletscherbahn fahren aber bis auf Weiteres regulär», sagte Lothes.

Auch im Garmischer Classic-Skigebiet an Alpspitze, Kreuzeck und Hausberg mussten im Laufe des Freitags die Lifte schließen. Für den Samstag seien ähnliche Wetterbedingungen vorhergesagt. «Ob unsere Bahnen in Betrieb gehen können, wird erst dann entschieden», sagte Lothes. Es hänge auch davon ab, ob es über Nacht Sturmschäden gebe.

 

 

Das Beitragsfoto zeigt einen Einsatz in der Au im Oktober. Den Bericht dazu finden Sie hier.

Baugerüst Bogenhausen Tram

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