Mi., 27.09.2017 , 11:59 Uhr

Bayern investiert in Biotechnologie

Bayern hat sich zu einer Schwerpunkt-Region für Biotechnologie entwickelt. In den vergangenen zehn Jahren steckte der Freistaat in die Weiterentwicklung der Branche rund 690 Millionen Euro. Aktuell wird der Standort im niederbayerischen Straubing ausgebaut.

 

Mit dem Beginn des Wintersemesters nimmt das dortige Wissenschaftszentrum seine Arbeit als vierter Standort der Technischen Universität München (TU) auf. Aus der Branche geäußerte Befürchtungen, der Freistaat könnte angesichts seiner Investitionen in die Digitalisierung an der Biotechnologie sparen, seien unbegründet, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums in München. „Die Digitalisierung kommt als neuer Schwerpunkt zusätzlich hinzu.“ Kürzungen der Biotech-Förderung werde es nicht geben.

 

Digitalisierung und Biotechnologie seien keine konkurrierenden, sondern sich ergänzende Themen, sagte der Sprecher. Zudem biete beispielsweise die Internetplattform „Zentrum Digitalisierung.Bayern“ einen Schwerpunkt für digitale Gesundheit, der die Vernetzung von Biotechnologie, Medizintechnik und Digitalisierung fördern soll.

 

 

Biotechnologie sei der Schlüssel zur Prävention und Heilung zahlreicher heute noch nicht therapierbarer Krankheiten und werde entscheidende Erkenntnisse im Bereich der Ernährung oder der Nutzung nachwachsender Rohstoffe erzielen, sagte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) der Deutschen Presse-Agentur. „Daher bauen wir konsequent die Rahmenbedingen für akademische und unternehmerische Forschung und Entwicklung aus und schaffen ein Umfeld, in dem aus Ideen marktfähige Produkte und Dienstleistungen werden.“

 

In Straubing etwa werden drei neue Studiengänge etabliert. Sie ergänzen ab dem 1. Oktober das bisher dort bestehende Lehrangebot im Bereich nachwachsender Rohstoffe. Statt zuletzt 220 Studenten sollen es zum Semesterstart etwa 400 sein, sagte ein Sprecher des Wissenschaftszentrums.

 

Seit dem Frühjahr entsteht in der niederbayerischen Stadt ein 40 Millionen Euro teurer Neubau, in dem auf 8000 Quadratmetern Fläche unter anderem Labors sowie ein weiterer Hörsaal untergebracht werden sollen. Der Bayerische Landtag hatte im Sommer das Gesetz zur Errichtung des „Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit“ erlassen. Das Wissenschaftszentrum ist Teil des Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing.

 

 

In Würzburg ist in diesem Jahr ein Helmholtz-Institut zur Infektionsforschung eröffnet worden, das der Freistaat mit 46,5 Millionen Euro fördert. Etwa 30 Millionen davon fließen dem Ministeriumssprecher zufolge in einen Neubau für die Einrichtung, die zurzeit noch auf dem Campus der Julius-Maximilians-Universität untergebracht ist.

 

Zunächst wurden drei Professuren eingerichtet, langfristig sollen mehr als 100 Arbeitsplätze geschaffen werden. Forscher untersuchen hier sogenannte Ribonukleinsäuren (RNA) und deren Rolle in Infektionsprozessen. RNAs werden ein außerordentliches Potenzial als Angriffspunkte für Medikamente und als Therapeutika zugesprochen.

 

dpa/as

Bayern biotechnologie investition Straubing Studiengang TUM

Das könnte Dich auch interessieren

18.06.2026 Bayerns Sonnen-Gold: Wie Direktinvestments in Solarparks mit Batteriespeicher stabile Renditen sichern Die bayerische Wirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: der Notwendigkeit einer schnellen und nachhaltigen Energiewende sowie dem Wunsch privater und institutioneller Anleger nach inflationssicheren und wertstabilen Kapitalanlagen. In diesem Spannungsfeld etabliert sich eine Anlageklasse, die beide Anforderungen elegant miteinander verbindet: Direktinvestitionen in Photovoltaikanlagen. Anders als bei anonymen Fonds oder schwankungsanfälligen Aktien handelt es sich hierbei 23.06.2026 SEO-Beratung für Münchner Unternehmen: Wie finden Münchner Unternehmen die richtige SEO-Beratung? Bezüglich der Gewinnung neuer Kunden für Unternehmen spielt die digitale Sichtbarkeit eine ganz entscheidende Rolle. In einer wirtschaftsstarken Region wie München ist der Wettbewerb in vielen Branchen besonders intensiv. Eine Spitzenplatzierung in den Google-Suchergebnissen kann daher einen enorm wichtigen Wettbewerbsvorteil schaffen. Die professionelle Suchmaschinenoptimierung gehört zu den effektivsten Maßnahmen im Online-Marketing. Durch eine gezielte Optimierung 18.06.2026 Die KI-Revolution in München: Wie lokale Unternehmen jetzt die Weichen für die Zukunft stellen Künstliche Intelligenz hat das Stadium eines reinen Schlagworts längst verlassen und ist zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor geworden, gerade hier im Herzen des „Isar Valley“. Für Münchner Unternehmen, vom etablierten Mittelständler bis zum agilen Start-up, ist KI keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern ein konkretes Werkzeug zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Technologie durchdringt sämtliche Branchen und verändert 18.06.2026 Erst die Strategie, dann die Kamera: Was ein Unternehmensvideo in München wirklich erfolgreich macht Bewegtbild ist in den meisten Münchner Unternehmen angekommen – die Kamera läuft, der Film steht auf der Website, ab und zu erscheint ein Clip auf LinkedIn. Trotzdem bleibt bei vielen ein Gefühl zurück: viel Aufwand, wenig Wirkung. Der Grund liegt selten an der Technik, sondern daran, dass Video oft wie ein einmaliges Deko-Projekt behandelt wird