Di., 05.08.2014 , 17:08 Uhr

Bergunfallstatistik: Die meisten Unfälle sind vermeidbar

München: Ob Klettersteig oder Wandertour – Meist ist es Selbstüberschätzung, die in den Bergen immer wieder zu Notfällen führt und die Einsatzzahlen der Rettungskräfte ansteigen lässt. Tödliche Unfälle gab es weniger.

 

Viele Unfälle und Rettungseinsätze gehen auf die Überforderung der Bergsportler zurück und sind deshalb vermeidbar. Das belegt erneut die Bergunfallstatistik des Deutschen Alpenvereins (DAV), die heute im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurde. Johanna Nagel war für Sie vor Ort:

2012 und 2013 (58)  sind zwar weniger Personen tödlich verunglückt als 2010 und 2011 (83), dennoch ist die Zahl der Einsätze insgesamt gestiegen. Erst vor kurzem war ein Lindenstraße-Schauspieler beim Bergsteigen ums Leben gekommen.

25 Prozent der Bergunfälle und Notfälle passieren beim Wandern – mehr als in allen anderen Bergsportdisziplinen. Bei etwa der Hälfte dieser Unfälle sind Stolpern, Umknicken oder Stürze die Ursache, heißt es in der Statistik des DAV. Der Großteil passiere davon beim Abstieg, wenn die Aufmerksamkeit sinke und die Übermüdung zunehme.

 

Entsprechende Vorbereitung könnte hier künftig für weniger Unfälle sorgen, das richtige Schuhwerk, genügend Brotzeit und Getränke im Gepäck, und ausreichend Zeit einzuplanen, sind nur einige der vielen Dinge, die auf dem Berg beachtet werden sollten.

 

Körperliche Fitness als wichtiger Faktor

18 Prozent aller Unfälle und 37 Prozent aller tödlichen Unfälle bei Wandern resultieren aus Krankheit, Überlastung und Kreislaufproblemen. Die richtige Selbsteinschätzung, angemessenes Training und Tourenauswahl sind daher essentielle Faktoren.

 

Trotzdem ist Wandern sehr sicher und gesund, denn keine andere Disziplin wird auch nur annähernd so häufig betrieben: 90 Prozent der DAV-Mitglieder sind aktive Wanderer.

 

Der DAV empfiehlt außerdem die Sportart klettern auch Indoor zu betreiben. Hierbei sei die Unfallquote am geringsten.

 

 

Bergunfälle Bergunfallstatistik DAV Klettern

Das könnte Dich auch interessieren

27.05.2026 Gemi Elettronica: technologische Lösungen für moderne Sicherheit und Komfort in Haus und Landwirtschaft Auch wenn diese beiden Systeme auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, verbindet sie eine klare Philosophie: technische Lösungen sollen nicht kompliziert sein, sondern das Leben einfacher, sicherer und effizienter machen. Genau darauf ist die Produktentwicklung von Gemi Elettronica ausgerichtet.   Technologie als Antwort auf reale Alltagsprobleme In vielen Haushalten und landwirtschaftlichen Betrieben treten immer 20.05.2026 Wie lange dauert eine Masterarbeit? Bearbeitungszeit, Zeitplan und realistische Erwartungen Die Masterarbeit markiert den Abschluss eines mehrjährigen Studiums – und viele Studierende fragen sich schon Monate vorher, wie lange eine Masterarbeit eigentlich dauert und ob die offiziellen Vorgaben mit der Realität übereinstimmen. Laut den Prüfungsordnungen vieler deutscher Hochschulen, darunter die LMU München, die TU München und die Universität Hamburg, beträgt die reguläre Bearbeitungszeit sechs Monate. 20.05.2026 München für Länger: Warum möbliertes Wohnen die bessere Alternative zum Hotel ist Wer für ein Projekt, eine neue Arbeitsstelle oder eine längere Weiterbildung nach München kommt, kennt das Dilemma: Ein Hotelzimmer wird auf Dauer unpersönlich und teuer, während die Suche nach einer Mietwohnung auf dem angespannten Münchner Markt oft frustrierend und zeitaufwendig ist. Genau hier schließt eine clevere Lösung die Lücke: Business Apartments und möblierte Wohnungen auf 15.05.2026 Tag der Alltagsbegleiter: Die stille Kraft, die Familien trägt An ihrer Seite ist an diesem Morgen Marta, Alltagsbegleiterin. Sie antwortet nicht mit Korrektur, nicht mit Ungeduld, nicht mit einem schnellen „Aber Sie sind doch zu Hause“. Sie setzt sich zu Frau Krüger, nimmt Blickkontakt auf und sagt ruhig: „Wir bleiben jetzt erst einmal hier zusammen. Ich bin da.“ Dann stellt sie eine Tasse Tee