Di., 29.03.2016 , 12:01 Uhr

Ende des orangfarbenen Münchner Kabelsalats

Rund 1000 Kilometer orangefarbene Kabel zogen sich kilometerlang durch die Stadt, die zum Zweck seismischer Messungen verlegt wurden. Die geophysikalischen Erkundungen des Untergrunds sind nun abgeschlossen und die Kabel sollen wieder aufgerollt werden.

 

Überirdische und sichtbare Strom- oder Telefonkabel? Manch ein Münchner mag sich bis heute fragen, was es mit den endlosen orangfarbenen Kabeln auf sich hat. Es handelt sich um sogenannte Geophone. Das sind Datenkabel, in denen kein Strom oder Daten fließen. Stattdessen bekommen Geothermie-Experten mit Hilfe dieser Kabel ein genaues Bild der Gesteins- und Wasserschichten unterhalb von München.

 

In rund drei Kilometern Tiefe befinden sich bis zu 100 Grad heiße Wasservorkommen, mit denen die Stadt umweltfreundlich die Stadt beheizt werden können. Mit der seismischen Methode können die Experten der SWM die perfekte Stelle für eine neue Geothermie-Anlage finden. Mit „Vibro-Trucks“ erfolgte über die letzten Monate die Messung: Die Trucks fahren langsam durch die Münchner Straßen –  alle 50 Meter setzen sie ihre Platten auf den Boden. Diese vibrieren drei Mal zwölf Sekunden lang. Die orangefarbenen Kabel, die sogenannten Geophone, zeichnen die durch das Vibrieren entstandenen Schwingungen im Boden auf und leiten die Daten an den Messwagen weiter.

 

 

Die 3-D-Seismik ermöglicht ein genaues Bild des Erdreichs. Der Plan ist es, Geothermie-Anlagen in München zu bauen, sodass München bis 2040 die erste Großstadt ist, die von regenerierbarer Fernwärme beliefert werden könnte. Es gibt bereits ähnliche Anlagen in Sauerlach, Riem und Freiham.

 

Nun sind die Messungen in München endlich abgeschlossen und in den kommenden Tagen sollen nach Angaben der Stadtwerke München die 1000 Kilometer orangener Kabel Stück für Stück wieder aufgerollt werden.

 

 

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