Di., 13.03.2018 , 13:58 Uhr

Fahrkartenautomaten gesprengt: Tatverdächtiger geschnappt

Nachdem in Bayern in den vergangenen Wochen vermehrt Fahrkartenautomaten aufgesprengt wurden, gibt es nun einen Fahndungserfolg: Nach umfangreichen Ermittlungen des Bayerischen Landeskriminalamtes konnte ein dringend Tatverdächtiger festgenommen werden.

 

Laut Mitteilung hatten Sprengstoffexperten festgestellt, dass ein 22-Jähriger sich an mindestens zwei Tatorten zu den mutmaßlichen Tatzeiten aufgehalten hatte. Daraufhin wurde der Mann in seiner Wohnung bei Straubing festgenommen. Bei der Durchsuchung fanden die Ermittler umfangreiches Beweismaterial und Geldscheine, die Teile der Tatbeute sein könnten.

 

Der Tatverdächtige wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Der arbeitslose 22-Jährige steht im dringenden Verdacht, seit 06. Februar 2018 insgesamt sechs Fahrkartenautomaten mit Sprengstoff gesprengt zu haben. In einem Fall wurde eine Person verletzt.

 

 

Der gesamte Sachschaden beläuft sich auf mindestens 150.000 Euro. In allen Fällen versuchte der Verdächtige an das Bargeld in den Automaten zu kommen. Dabei waren die Explosionen so heftig, dass nicht nur die gesamten Automaten komplett zerstört wurden. Auch an den Wartehäuschen entstand jeweils erheblicher Schaden. So wurde in einem Fall die Türe des Automaten, die immerhin 50 Kilogramm wiegt, fast 30 Meter weit geschleudert.

 

Zusammenfassung aller Tatorte mit den genauen Tatzeiten

 

Zeugen weiterhin gesucht:

Der Tatverdächtige macht bislang keine Angaben zu den ihm vorgeworfenen Straftaten. Nach den bisherigen Ermittlungen muss allerdings davon ausgegangen werden, dass die Automaten nicht von ihm alleine gesprengt wurden. Die Ermittlungen der EG Automat des Bayerischen Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft Ingolstadt dauern an, insbesondere werden weiterhin Zeugen gesucht, die an den oben genannten Tatorten und deren Umgebung verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben. Hinweise nimmt das Bayerisch unter 089/1212-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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