Mi., 02.03.2016 , 14:28 Uhr

Gurlitt-Erbstreit geht in nächste Runde

Im Streit um das Millionen-Erbe des verstorbenen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt, hat die Kusine des Sammlers, Uta Werner, nun drei Gegengutachten vorgelegt. Mit ihnen möchte sie beweisen, dass Gurlitt nicht mehr Herr seiner Sinne war, als er in seinem Testament seine Kunstschätze dem Kunstmuseum in Bern vererbt hatte. Werner erhebt selbst Anspruch auf das Kunsterbe.

 

Zuvor hatte ein vom Gericht beauftragter Sachverständiger in seinem 146 Seiten starken Gutachten festgestellt, dass Gurlitt testierfähig war, als er das Museum in seinem Testament bedacht hatte. Zwei der drei Gegengutachten kommen jedoch zu einem anderen Ergebnis: Gurlitt soll nicht mehr im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte gewesen sein, als er sein Testament verfasste. Ein drittes Gutachten prangert methodische Fehler bei dem Gerichtsgutachten an.
Das Oberlandsgericht sei nun aufgefordert, die Widersprüche im Gutachten eventuell durch Einbeziehung eines Obergutachters aufzuklären, teilen Werners Anwälte in einer Erklärung mit.
2013 kam ans Licht, dass die Staatsanwaltschaft schon 2012 rund 1280 Kunstwerke aus Gurlitts Wohnung in München beschlagnahmt hatte. Zwei Jahre später wurden weitere 238 Gemälde in dem heruntergekommenen Haus des Kunstsammlers in Salzburg gefunden. Bei hunderten Werken bestand der Verdacht, dass es sich bei ihnen um Nazi-Raubkunst handeln könnte.
Nachdem der Kunstsammler Gurlitt am 6. Mai 2014 in seiner Wohnung in Schwabing gestorben war, entbrannte ein Rechtsstreit um sein Erbe. Werners Anwälte vermuten ein Ende des Konflikts erst bis Ende des Jahres.

 

 

dpa

Das könnte Dich auch interessieren

20.05.2026 Wie lange dauert eine Masterarbeit? Bearbeitungszeit, Zeitplan und realistische Erwartungen Die Masterarbeit markiert den Abschluss eines mehrjährigen Studiums – und viele Studierende fragen sich schon Monate vorher, wie lange eine Masterarbeit eigentlich dauert und ob die offiziellen Vorgaben mit der Realität übereinstimmen. Laut den Prüfungsordnungen vieler deutscher Hochschulen, darunter die LMU München, die TU München und die Universität Hamburg, beträgt die reguläre Bearbeitungszeit sechs Monate. 20.05.2026 München für Länger: Warum möbliertes Wohnen die bessere Alternative zum Hotel ist Wer für ein Projekt, eine neue Arbeitsstelle oder eine längere Weiterbildung nach München kommt, kennt das Dilemma: Ein Hotelzimmer wird auf Dauer unpersönlich und teuer, während die Suche nach einer Mietwohnung auf dem angespannten Münchner Markt oft frustrierend und zeitaufwendig ist. Genau hier schließt eine clevere Lösung die Lücke: Business Apartments und möblierte Wohnungen auf 15.05.2026 Tag der Alltagsbegleiter: Die stille Kraft, die Familien trägt An ihrer Seite ist an diesem Morgen Marta, Alltagsbegleiterin. Sie antwortet nicht mit Korrektur, nicht mit Ungeduld, nicht mit einem schnellen „Aber Sie sind doch zu Hause“. Sie setzt sich zu Frau Krüger, nimmt Blickkontakt auf und sagt ruhig: „Wir bleiben jetzt erst einmal hier zusammen. Ich bin da.“ Dann stellt sie eine Tasse Tee 13.05.2026 Mein Körper, meine Entscheidung: Warum Schönheits-OPs kein Tabu mehr sind Ästhetische Eingriffe werden heute deutlich offener thematisiert als noch vor einigen Jahren. Was früher häufig hinter verschlossenen Türen blieb, ist inzwischen Teil öffentlicher Gespräche geworden – ob in sozialen Medien, Podcasts oder persönlichen Erfahrungsberichten. Parallel dazu verändert sich auch die ästhetische Medizin selbst: Viele Menschen wünschen sich heute keine möglichst auffälligen Veränderungen mehr, sondern natürliche