Fr., 21.11.2014 , 10:52 Uhr

Im privaten Bunker: Polizei beschlagnahmt etliche Waffen und Sprengstoff in Kelheim

München / Kelheim: Ein regelrechtes Waffenarsenal hat die Polizei in Kelheim beschlagnahmt. 140 Schusswaffen und Sprengstoff wurden bei einer Durchsuchung durch das Bayerische Landeskriminalamt gefunden.

Aufgrund einer Strafanzeige, die bei der Staatsanwaltschaft Regensburg einging, durchsuchten Beamte des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) zusammen mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei von Dienstag, 18.11. – Donnerstag 20.11.14 ein Anwesen im Landkreis Kelheim.

 

Der Tatverdächtige, ein 59-Jähriger wurde verdächtigt, unter anderem in einem selbstgeschaffenen Bunkerraum zahlreiche Schusswaffen und Grundmaterialien zur Sprengstoffherstellung versteckt zu haben, ohne die erforderlichen Erlaubnisse zu besitzen.

 

Bei den Durchsuchungen wurde dann auch ein umfangreiches Waffenarsenal und viele Grundstoffe sichergestellt. Der Mann hatte in einem seiner Kellerräume einen sog. „atomsicheren Bunker“ eingerichtet, um seine Familie vor Angriffen schützen zu können. In diesem befanden sich neben einer Vielzahl von Waffen größere Lebensmittelvorräte und auch eine Luft- und Wasseraufbereitungsanlage. Da diese Räume besonders stabil gebaut waren mussten die Ermittler zu „Schwerem Gerät“ greifen und u.a. mit Bohrhämmern Wände und Böden einreißen.

 

In diesen drei Tagen wurden zwei vollautomatische Maschinenpistolen, 80 Langwaffen und 60 Handfeuerwaffen, ca. 20.000 Schuss Munition, ca. 20 kg Nitrocellulosepulver und ca. 20 kg Grundsubstanzen zur Herstellung von Sprengstoff aufgefunden.
Nach jetzigen Ermittlungsstand ist ein extremistischer Hintergrund nicht erkennbar. Die Staatsanwaltschaft Regensburg beantragte gegen den 59-jährigen Elektriker Haftbefehl, den das Amtgericht Regensburg am 19.11.2014 erließ.

 

Die Ermittlungen dauern an.

(Bericht der Polizei)

Bunker Kelheim Polizei Waffenlager

Das könnte Dich auch interessieren

14.02.2025 Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen zu Auto-Anschlag Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zu dem Anschlag in München mit 37 Verletzten übernommen. Die Karlsruher Behörde erklärt das mit der besonderen Bedeutung des Falls und einem möglichen Angriff auf die freiheitliche demokratische Grundordnung.   Wegen der besonderen Bedeutung des Falls hat jetzt die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen zu dem Anschlag auf Demonstranten in München mit 14.02.2025 Anlaufstellen für Betroffene und Zeugen Nach dem Anschlag in München am Donnerstag, den 13. Februar 2025, stehen verschiedene Hilfsangebote für Opfer, Angehörige und Trauernde zur Verfügung: Nach dem tragischen Anschlag in München steht der Kriseninterventionsdienst RUF24 der Stiftung AKM bereit, um Betroffenen und lebensbedrohlich verletzten Menschen Unterstützung zu bieten. Das Krisentelefon ist 24-Stunden jederzeit erreichbar: 0157 733 11 110 Außerdem 04.02.2026 Alles zur Kommunalwahl auf münchen.tv Die Kommunalwahl in München am 8. März 2026 entscheidet darüber, wer künftig im Rathaus und in den Bezirksausschüssen die Richtung für unsere Stadt vorgibt. Auf unserer Seite zur Wahl finden Sie einen interaktiven München‑O‑Mat, mit dem Sie Ihre eigenen Positionen mit den Programmen der antretenden Parteien und Wählergruppen vergleichen können – einfach Thesen beantworten, Parteien 29.01.2026 Aus Bayern in die Schweiz: Was vor dem Umzug unbedingt zu beachten ist Die Schweiz zieht seit Jahren viele Menschen aus Bayern an. Nähe zur Heimat, attraktive Arbeitsbedingungen und eine hohe Lebensqualität machen den Schritt über die Grenze besonders für Fachkräfte interessant. Gleichzeitig wird der Umzug häufig unterschätzt, denn rechtliche Vorgaben, Fristen und organisatorische Details unterscheiden sich deutlich von denen in Deutschland. Wer unvorbereitet startet, riskiert unnötige Verzögerungen