Mo., 23.05.2016 , 17:22 Uhr

Kein Haftbefehl: Scherenstecher vom Kapuzinerplatz soll in Psychiatrie

Gegen den 26-jährigen Italiener, der am vergangenen Freitag am Kapuzinerplatz mit einer Schere Passanten bedrohte und auf ein Polizeiauto einstach soll laut Polizei kein Haftbefehl erlassen werden. Er soll stattdessen in die Psychiatrie.

 

Aktuell liegt der Lackierer aus Italien mit Wohnsitz in München noch im Krankenhaus. Er hatte am vergangenen Donnerstag Passanten bedroht und mit einer Schere auf ein Polizeiauto eingestochen. Auch durch Warnschüsse ließ er sich nicht stoppen. Als er auf Polizeibeamte losging, schossen diese direkt auf ihn. Er wurde in Beine und Bauch getroffen und notoperiert.

 

 

Polizei stellt Antrag auf Unterbringung in Psychiatrie

 

Sobald er das Krankenhaus verlassen kann, soll es für ihn in die Psychiatrie gehen. Ein Antrag auf Unterbringung sei am Montag gestellt worden, sagte der Sprecher der Münchner Polizei, Marcus da Gloria-Martins. Der Haftrichter muss noch entscheiden. Der 26 Jahre alte Lackierer aus Italien, der in München lebt, war zwar zum Islam konvertiert. Die Ermittler sehen aber weiter keine Hinweise, dass sein Verhalten religiös begründet gewesen sein könnte.

 

Video Koranverteilung

 

Zu einem Video, über das der Bayerische Rundfunk berichtete und das den Mann bei einer sogenannten Koranverteilung in der Fußgängerzone im Februar zeigen soll, sagte Martins: «Wir haben dieses Video zur Kenntnis genommen. Wir können aktuell nicht bestätigen, ob es sich um den Tatverdächtigen handelt.»

dpa

Kapelle Polizei Scherenstecher

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