Mo., 28.07.2014 , 13:13 Uhr

Kopfschuss bei Festnahme in Burghausen: Verfahren gegen Polizisten

Drei Tage nachdem ein Polizist einen 33 Jahre alten mutmaßlichen Drogendealer erschossen hat, bleiben noch immer offene Fragen.

 

++Update: Die Ermittlungen wurden eingestellt. Mehr dazu hier.++

 

Wie berichtet hatte am vergangenen Freitag ein Polizist in Burghausen einen mutmaßlichen Drogendealer bei seiner Festnahme erschossen. Er wollte den Flüchtenden nach einem Warnschuss an den Beinen treffen. Mit seinem Schuss traf er ihn allerdings am Hinterkopf und verletzte ihn so schwer, dass er noch am Einsatzort verstarb. Der Mann stand im Verdacht mit Drogen gehandelt zu haben. Es sei schon länger nach ihm fahndet worden und er sollte im Hinterhof eines Anwesens in Burghausen verhaftet werden.

 

„Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat gegen den Polizeibeamten ein Verfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Weitere Auskünfte können zum jetzigen Zeitpunkt nicht erteilt werden“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung des Bayerischen Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft Traunstein.

 

Gründe für Schusswaffengebrauch völlig unklar

Warum der Beamte von seiner Schusswaffe gebrauch machte ist bisher vollkommen unklar. Es gibt derzeit weder Hinweise darauf, dass der Täter bewaffnet war, noch, dass er die Polizisten angegriffen habe. Darauf deutet auch die Schussverletzung am Hinterkopf hin.

 

Demonstration gegen Vorgehen der Polizei

Rund 50 Personen versammelten sich am Samstag vor der Polizeiinspektion in Burghausen, um gegen das Vorgehen der Polizei zu demonstrieren. Sie fordern Aufklärung und dass die Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs überprüft werde.

Auch ein Sprecher des Polizeipräsidums Oberbayern Süd schloss schloss sich dem an. „Man sei sehr an einer Aufklärung interessiert.“

 

 

 

Das könnte Dich auch interessieren

14.02.2025 Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen zu Auto-Anschlag Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zu dem Anschlag in München mit 37 Verletzten übernommen. Die Karlsruher Behörde erklärt das mit der besonderen Bedeutung des Falls und einem möglichen Angriff auf die freiheitliche demokratische Grundordnung.   Wegen der besonderen Bedeutung des Falls hat jetzt die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen zu dem Anschlag auf Demonstranten in München mit 14.02.2025 Anlaufstellen für Betroffene und Zeugen Nach dem Anschlag in München am Donnerstag, den 13. Februar 2025, stehen verschiedene Hilfsangebote für Opfer, Angehörige und Trauernde zur Verfügung: Nach dem tragischen Anschlag in München steht der Kriseninterventionsdienst RUF24 der Stiftung AKM bereit, um Betroffenen und lebensbedrohlich verletzten Menschen Unterstützung zu bieten. Das Krisentelefon ist 24-Stunden jederzeit erreichbar: 0157 733 11 110 Außerdem 05.02.2026 Physiotherapie am Tegernsee: Deshalb ist die Physiotherapie am schönen Tegernsee in aller Munde Die Region rund um den Tegernsee entwickelt sich zunehmend zu einem Hotspot für die hochwertige physiotherapeutische Versorgung. Immer mehr Menschen entdecken die Vorteile der professionellen Behandlung in der idyllischen Umgebung des oberbayerischen Sees. Die Kombination aus fachlicher Expertise, moderner Ausstattung und der einzigartigen Lage macht die physiotherapeutischen Angebote in dieser Region besonders attraktiv.   Warum 04.02.2026 Alles zur Kommunalwahl auf münchen.tv Die Kommunalwahl in München am 8. März 2026 entscheidet darüber, wer künftig im Rathaus und in den Bezirksausschüssen die Richtung für unsere Stadt vorgibt. Auf unserer Seite zur Wahl finden Sie einen interaktiven München‑O‑Mat, mit dem Sie Ihre eigenen Positionen mit den Programmen der antretenden Parteien und Wählergruppen vergleichen können – einfach Thesen beantworten, Parteien