Sa., 21.10.2017 , 17:16 Uhr

Mann mit Messer verletzt acht Menschen in München - Zusammenfassung

Ein Angreifer in München verletzt mehrere Menschen mit einem Messer – völlig wahllos. Ein Tatverdächtiger wird festgenommen. Ist er psychisch krank?

 

München – Die ersten Notrufe gehen am Samstagmorgen ein: Urplötzlich hat ein Mann mit einem Messer in München an verschiedenen Orten acht Menschen angegriffen und verletzt. Die Polizei ruft die Anwohner über den Kurznachrichtendienst Twitter auf, in ihren Häusern zu bleiben und die Umgebung zu meiden. Nach gut drei Stunden kann München aufatmen: Zivile Fahnder nehmen den mutmaßlichen Täter fest.

 

Wieder via Twitter geben die Beamten Entwarnung: «Es besteht keine Gefahr mehr.» Der dringend Tatverdächtige ist ein 33 Jahre alter Deutscher, der in München gemeldet ist. Er schweigt, wie die Polizei berichtet. Nach Angaben der Beamten gibt es keine Hinweise auf ein terroristisches oder religiöses Tatmotiv. Der Mann sei vermutlich psychisch krank, sagen die Ermittler. Sie gehen davon aus, dass alle Verletzten als reine Zufallsopfer ins Visier des Mannes gerieten.

 

 

Der Vorfall ruft Erinnerungen an den Amoklauf vom Juli 2016 wach, bei dem ein 18-Jähriger in München neun Menschen und dann sich selbst erschoss. Damals war München in eine regelrechte Schockstarre gefallen, die Straßen waren fast menschenleer. Dieses Mal bleiben sicher auch viele Menschen vorsichtshalber zuhause, aber auf den Straßen ist es das gewohnte Bild: Der Verkehr verläuft weitgehend reibungslos, die Geschäfte bleiben geöffnet. Manche Schaulustige machen sogar Fotos vom Polizeieinsatz am Rosenheimer Platz.

 

«Was für uns auch von ganz großer Bedeutung war, das war die besonnene und überlegte Reaktion der Münchnerinnen und Münchner», sagt Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä nach dem Erfolg seiner Beamten. «Es war keine Panikreaktion. Es gab zwar ein erhöhtes Notrufaufkommen, aber auch das hielt sich in Grenzen.»

 

Die Besonnenheit dürfte aber auch daran gelegen haben, dass es keinen Toten gegeben hat und nicht mal Schwerverletzte – alle Opfer, sechs Männer, ein 12-jähriger Junge und eine Frau, kommen mit leichten Verletzungen davon. Die Männer und das Kind werden wegen Schnittverletzungen ambulant behandelt, die Frau nach einem Faustschlag.

 

 

Die Fahndung der Polizei ist dadurch erleichtert, dass es dank Augenzeugen eine gute Täterbeschreibung gibt. Sie sucht einen Mann um die 40 mit schwarzer Hose, grüner Trainingsjacke, einem Rucksack mit Isomatte und wahrscheinlich einem schwarzen Fahrrad. In der Nähe der Ottobrunner Straße klicken die Handschellen bei einem 33-Jährigen – der Verdächtige ist jünger als erwartet.

 

Der Mann sei in der Vergangenheit schon mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten – wegen gefährlicher Körperverletzung, Diebstahl und Drogendelikten. Alle Angegriffenen seien Zufallsopfer gewesen. Bei den männlichen Opfern handele es sich um fünf Deutsche, einen Rumänen und einen Italiener, die attackierte Frau sei eine Deutsche.

 

Die Warnung der Polizei hat sich am Morgen unter dem Twitter-Hashtag #Rosenheimerplatz schnell verbreitet. Nach der Festnahme gibt es dort auch Lob für die Beamten: «Danke Leute; gewohnt gute Arbeit in #München», heißt es in einem Beitrag.

 

 

(Florian Reil, Sebastian Schlenker und Jürgen Balthasar – dpa)

Das könnte Dich auch interessieren

23.06.2026 SEO-Beratung für Münchner Unternehmen: Wie finden Münchner Unternehmen die richtige SEO-Beratung? Bezüglich der Gewinnung neuer Kunden für Unternehmen spielt die digitale Sichtbarkeit eine ganz entscheidende Rolle. In einer wirtschaftsstarken Region wie München ist der Wettbewerb in vielen Branchen besonders intensiv. Eine Spitzenplatzierung in den Google-Suchergebnissen kann daher einen enorm wichtigen Wettbewerbsvorteil schaffen. Die professionelle Suchmaschinenoptimierung gehört zu den effektivsten Maßnahmen im Online-Marketing. Durch eine gezielte Optimierung 18.06.2026 Die KI-Revolution in München: Wie lokale Unternehmen jetzt die Weichen für die Zukunft stellen Künstliche Intelligenz hat das Stadium eines reinen Schlagworts längst verlassen und ist zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor geworden, gerade hier im Herzen des „Isar Valley“. Für Münchner Unternehmen, vom etablierten Mittelständler bis zum agilen Start-up, ist KI keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern ein konkretes Werkzeug zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Technologie durchdringt sämtliche Branchen und verändert 18.06.2026 Erst die Strategie, dann die Kamera: Was ein Unternehmensvideo in München wirklich erfolgreich macht Bewegtbild ist in den meisten Münchner Unternehmen angekommen – die Kamera läuft, der Film steht auf der Website, ab und zu erscheint ein Clip auf LinkedIn. Trotzdem bleibt bei vielen ein Gefühl zurück: viel Aufwand, wenig Wirkung. Der Grund liegt selten an der Technik, sondern daran, dass Video oft wie ein einmaliges Deko-Projekt behandelt wird 18.06.2026 Bayerns Sonnen-Gold: Wie Direktinvestments in Solarparks mit Batteriespeicher stabile Renditen sichern Die bayerische Wirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: der Notwendigkeit einer schnellen und nachhaltigen Energiewende sowie dem Wunsch privater und institutioneller Anleger nach inflationssicheren und wertstabilen Kapitalanlagen. In diesem Spannungsfeld etabliert sich eine Anlageklasse, die beide Anforderungen elegant miteinander verbindet: Direktinvestitionen in Photovoltaikanlagen. Anders als bei anonymen Fonds oder schwankungsanfälligen Aktien handelt es sich hierbei