Fr., 18.09.2015 , 15:19 Uhr

Nazi-Schmierereien am Haus der Kunst in München entfernt

Unbekannte haben das Haus der Kunst in München mit Hakenkreuzen beschmiert. Am Freitag waren die Kreide-Schmierereien mit Hilfe einer Restauratorin schon wieder entfernt, wie eine Museumssprecherin mitteilte.

 

 

Nach Polizeiangaben wurden während einer Ausstellungseröffnung vier weiße Hakenkreuze an die Türen des Museums gemalt. Die Polizei ermittelt wegen Verwendung verfassungsfeindlicher Kennzeichen. Zeugen meldeten sich zunächst nicht.

Ganz in der Nähe der Schmierereien befindet sich nach Museumsangaben die Installation «Résistance» des Künstlers Christian Boltanski. Außerdem sei eine Bodeninstallation des Künstlers Gustav Metzger mit dem Titel «Travertin/Judenpech» mit einem Davidstern beschmiert worden. Das sei nicht strafbar, sagte der Polizeisprecher: «Ein Davidstern ist kein verbotenes Symbol.»

In der Ausstellung, zu der die Installationen gehören, wird die Geschichte des einstigen NS-Kunsttempels reflektiert. Beide Künstler, deren Werke betroffen waren, setzten sich nach Museumsangaben bereits in den 90er Jahren kritisch mit der Monumentalarchitektur des Gebäudes auseinander und erzählen in ihren derzeitigen Installationen von mutigen Akten des Widerstands und schmerzvollen Geschichten der Vertreibung.

Das Haus der Kunst in München gilt als eine der wichtigsten Ausstellungsstätten für Werke der Moderne. Das Haus hat aber eine dunkle Geschichte: Der monumentale Bau an der Südseite des Englischen Gartens wurde 1932 von dem Architekten Paul Ludwig Troost entworfen und 1937 von Adolf Hitler als «Haus der Deutschen Kunst» mit einer großen Parade eröffnet.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges fand dort die jährliche «Große Deutsche Kunstausstellung» statt, die das nationalsozialistische Kunstverständnis propagierte. Das Haus wurde so zum Sinnbild für die «Gleichschaltung» der Kunst und die Verfolgung von Künstlern während der NS-Zeit. In den vergangenen Jahren hat es sich verstärkt mit der Aufarbeitung seiner Geschichte befasst.

Haus der Kunst München Nazi

Das könnte Dich auch interessieren

13.05.2026 Mein Körper, meine Entscheidung: Warum Schönheits-OPs kein Tabu mehr sind Ästhetische Eingriffe werden heute deutlich offener thematisiert als noch vor einigen Jahren. Was früher häufig hinter verschlossenen Türen blieb, ist inzwischen Teil öffentlicher Gespräche geworden – ob in sozialen Medien, Podcasts oder persönlichen Erfahrungsberichten. Parallel dazu verändert sich auch die ästhetische Medizin selbst: Viele Menschen wünschen sich heute keine möglichst auffälligen Veränderungen mehr, sondern natürliche 22.04.2026 Wie Münchner ohne Stress fit bleiben Die Informationsflut im Netz ist gewaltig und oft mehr ermüdend als erhellend. Dabei ist Gesundheitsmanagement im aktuellen Jahr keine Frage der Erschöpfung mehr, sondern eine des geschickten Timings und der richtigen digitalen Verbündeten. Statistiken zeigen, dass über 60 Prozent der Deutschen ihre Gesundheitsfragen zuerst dem Internet stellen, bevor sie überhaupt den Hörer für einen Termin 09.04.2026 Die schönsten Camperrouten rund um München für ein Wochenende München liegt in einer Region, die wie geschaffen ist für kurze Roadtrips mit dem Camper. Innerhalb weniger Stunden erreicht man Seen, Alpenpässe und kleine Orte mit traditioneller Architektur. Genau deshalb entscheiden sich immer mehr Reisende dafür, das Wochenende im eigenen Tempo zu verbringen und spontan neue Orte zu entdecken. Wer einmal mit dem Camper unterwegs 18.12.2025 Zahngold verkaufen in München: So holen Sie das Beste aus alten Kronen und Brücken heraus Viele Menschen haben zu Hause noch kleine Döschen mit alten Kronen, Brücken oder Inlays liegen – entweder vom letzten Zahnarztbesuch oder von den Eltern und Großeltern. Was häufig nicht beachtet wird: dass darin ein beachtlicher Wert stecken kann. Zahngold besteht in der Regel aus hochwertigen Edelmetall-Legierungen und kann – richtig verkauft – einen unerwarteten Geldbetrag