Fr., 26.06.2015 , 10:50 Uhr

Piloten mit Laserpointer geblendet: Polizei schnappt Tatverdächtigen

Gleich vier Mal soll ein 24-Jähriger Piloten bei ihrem Landeanflug mit einem Laserpointer geblendet haben. Ein Motiv für die gefährliche Aktion nannte der geständige Tatverdächtige nicht. Er muss mit saftigen Strafen rechnen.

 

FREILASSING, Lkr. Berchtesgadener Land. Die Laserblendung von vier Piloten verschiedener Airlines im Landeanflug auf den Flughafen Salzburg konnte durch die Kriminalpolizei Traunstein aufgeklärt werden. Ein 24-jähriger Tatverdächtiger übergab am Donnerstagvormittag, 25.06.15, im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung den benutzten Laserpointer und zeigte sich geständig.

 

Bereits am 07.06.15 wurden insgesamt vier Flugzeuge, zwischen 22.00 und 23.00 Uhr, im Landeanflug auf den Flughafen Salzburg mittels Laserpointer geblendet. Die Blendungen kamen offenbar aus dem Raum Freilassing und wirkten sich stark störend auf die Piloten aus. Die Kriminalpolizei Traunstein übernahm in enger Abstimmung mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Traunstein die Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Für diesen Tatbestand kann laut Angaben eines Sprechers eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und 10 Jahren verhängt werden.

 

Wie kam man dem Blender auf die Schliche?

 

Aufgrund der gewonnen Erkenntnisse durch die Befragung der Piloten konnte der Straßenzug in Freilassing eingegrenzt werden, von dem die Blendungen ausgegangen waren. Die weiteren Ermittlungen führten zur Wohnung des 24-jährigen Tatverdächtigen, die am Vormittag des 25. Juni durch die Kriminalbeamten mit richterlichen Beschluss aufgesucht wurde. Der junge Mann konnte vor Ort angetroffen werden, zeigte sich geständig und übergab den benutzten Laserpointer.

 

(Polizeibericht / pm)

Flugzeug Laserpointer

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