Mi., 13.12.2017 , 16:43 Uhr

Schwerstverletzter am Straßenrand: Taxifahrer wegen versuchten Mordes verhaftet

Bereits Mitte September ist ein Mann mit schwersten Verletzungen und bewusstlos in der Kapuzinerstraße in München aufgefunden worden. Nun wurde ein Taxifahrer wegen versuchten Mordes festgenommen.

 

Wie bereits berichtet, war ein 29-jähriger Münchner von einer zufällig vorbeikommenden Zivilstreife der Polizei regungslos auf der Fahrbahn in der Kapuzinerstraße auf Höhe der Hausnummer 25 aufgefunden worden. Auch mit einem Zeugenaufruf hatte die Münchner Polizei versucht, Klarheit in den Fall zu bringen, denn es war zunächst unklar, was genau mit dem Mann passiert ist.

 

 

Wie sich herausstellte, war der 29-jährige Münchner bei einem Verkehrsunfall so schwer verletzt worden. Ganz offensichtlich war er von einem Fahrzeug überfahren worden, heißt es im Polizeibericht. Der Unfallgegner hatte sich – ohne sich um den Verletzten zu kümmern – unerlaubt von der Unfallstelle entfernt. Den Beamten gelang es den Unfallgegner des Fußgängers zu ermitteln.

 

Es handelte sich um einen 54-jährigen Münchner Taxifahrer. Aufgrund der Gesamtumstände wurde der Vorgang von der Staatsanwaltschaft geprüft, und – da von einem versuchten Tötungsdelikt ausgegangen wird – die weiteren Ermittlungen der Mordkommission übertragen. Laut Staatsanwaltschaft gehe der Haftbefehl derzeit von sogenanntem aktiven Tun aus. Die Ermittlungen seien jedoch noch nicht abgeschlossen, es fehlen noch gutachterliche Stellungnahmen von Sachverständigen für die abschließende Bewertung.

 

Im Zuge der Ermittlungen wurden am Abend des Dienstag, 12.12.2017 in der Kapuzinerstraße mit den von der Staatsanwaltschaft beauftragten Sachverständigen weitere Untersuchungen am Tatort durchgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hatte der Ermittlungsrichter gegen den Taxifahrer Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Der 54-Jährige wurde festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Der 29-Jährige war in stationärer Behandlung in einer Münchner Klinik. Er leidet immer noch an den Folgen. Die Ermittlungen dauern an.

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