Mo., 14.05.2018 , 15:02 Uhr

Trotz Baubooms immer noch zu wenig neue Wohnungen

In Bayerns Städten werden derzeit so viele Wohnungen gebaut wie lange nicht – dennoch steigen Mieten und Kaufpreise scheinbar unaufhaltsam. Die Politik könnte mehr tun, meinen die Wohnungsunternehmen.

 

München – In Bayern werden trotz Baubooms nach wie vor zu wenig Wohnungen gebaut. Das 2015 von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) verkündete Ziel von jährlich 70 000 Neubauwohnungen sei bisher nicht erreicht, sagte Hans Maier, der Chef des Verbands der bayerischen Wohnungswirtschaft (VdW), am Montag in München. 2017 wurden demnach in Bayern gut 61 000 Wohnungen fertiggestellt. Es fehlen jedoch nach wie vor günstige Wohnungen in mehrgeschossigen Mietshäusern.

 

Die Staatsregierung will an diesem Dienstag das von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigte Wohnbauprogramm beschließen. Söder hat als Ziel eine halbe Million neue Wohnungen bis 2025 ausgegeben. «Entscheidend ist, dass wir in Zukunft bauen, bauen, bauen», sagte Fachministerin Ilse Aigner (CSU). «Wir werden so viele Mittel einsetzen wie noch nie.» Insgesamt will die Staatsregierung nach Aigners Angaben heuer 886 Millionen Euro für den Wohnungsbau ausgeben, davon 200 Millionen vom Bund.

 

Eine kurzfristige Lösung ist aber nicht in Sicht: «Wir haben zehn Jahre zu wenig Wohnungen gebaut und wir werden noch zehn Jahre brauchen, um das Problem zu lösen», sagte VdW-Chef Maier. Der Verband vertritt 464 bayerische Wohnungsunternehmen – 340 Genossenschaften und 92 kommunale. «Wenn die Menschen sich keine Wohnungen mehr leisten können, wird das zur gesellschaftlichen Frage.» Maier forderte den in Berlin dafür zuständigen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auf, sich stärker um den Wohnungsbau zu kümmern: «Ich glaube, da kann man mehr punkten als mit anderen Themen.»

 

Die Wohnungsunternehmen haben drei Hauptforderungen: Der Bund soll zusichern, den Wohnungsbau langfristig über das Ende der Wahlperiode 2021 hinaus zu fördern. Außerdem seien größere Anstrengungen notwendig, um Grundstücke für den Wohnungsbau zu finden, sagte Maier. Und die Genehmigungsverfahren müssten schneller gehen.

dpa

Das könnte Dich auch interessieren

20.05.2026 Wie lange dauert eine Masterarbeit? Bearbeitungszeit, Zeitplan und realistische Erwartungen Die Masterarbeit markiert den Abschluss eines mehrjährigen Studiums – und viele Studierende fragen sich schon Monate vorher, wie lange eine Masterarbeit eigentlich dauert und ob die offiziellen Vorgaben mit der Realität übereinstimmen. Laut den Prüfungsordnungen vieler deutscher Hochschulen, darunter die LMU München, die TU München und die Universität Hamburg, beträgt die reguläre Bearbeitungszeit sechs Monate. 20.05.2026 München für Länger: Warum möbliertes Wohnen die bessere Alternative zum Hotel ist Wer für ein Projekt, eine neue Arbeitsstelle oder eine längere Weiterbildung nach München kommt, kennt das Dilemma: Ein Hotelzimmer wird auf Dauer unpersönlich und teuer, während die Suche nach einer Mietwohnung auf dem angespannten Münchner Markt oft frustrierend und zeitaufwendig ist. Genau hier schließt eine clevere Lösung die Lücke: Business Apartments und möblierte Wohnungen auf 15.05.2026 Tag der Alltagsbegleiter: Die stille Kraft, die Familien trägt An ihrer Seite ist an diesem Morgen Marta, Alltagsbegleiterin. Sie antwortet nicht mit Korrektur, nicht mit Ungeduld, nicht mit einem schnellen „Aber Sie sind doch zu Hause“. Sie setzt sich zu Frau Krüger, nimmt Blickkontakt auf und sagt ruhig: „Wir bleiben jetzt erst einmal hier zusammen. Ich bin da.“ Dann stellt sie eine Tasse Tee 13.05.2026 Mein Körper, meine Entscheidung: Warum Schönheits-OPs kein Tabu mehr sind Ästhetische Eingriffe werden heute deutlich offener thematisiert als noch vor einigen Jahren. Was früher häufig hinter verschlossenen Türen blieb, ist inzwischen Teil öffentlicher Gespräche geworden – ob in sozialen Medien, Podcasts oder persönlichen Erfahrungsberichten. Parallel dazu verändert sich auch die ästhetische Medizin selbst: Viele Menschen wünschen sich heute keine möglichst auffälligen Veränderungen mehr, sondern natürliche