Do., 01.09.2016 , 14:36 Uhr

Vorsicht, Hundebesitzer: Schon wieder Giftköder gefunden!

Fast täglich werden Hunde in München und Umgebung vergiftet, oder es wird zumindest versucht. Hundehasser verteilen in Parks oder anderen Orten vermeintliche Leckerbissen, die mit Gift oder Rasierklingen gefüllt sind. Haben die Hunde den Köder erst gefressen, gibt es meist keine Hilfe mehr. Auch diese Woche wurden wieder Köder gefunden.

 

 

„Uns erreichen täglich Meldungen über tödliche Hundeköder“, klagt Judith Brettmeister vom Tierheim München. Im Englischen Garten, im Perlacher Forst in Fürstenried, in Neuried. Hundehasser sind überall. Was genau der Grund dafür ist, dass sie giftige Köder in Wiesen und Büschen verstecken, weiß niemand. Manche stört das Bellen, andere der Hundekot. Nicht nur in München, auch im Umland sind die Täter aktiv. Brettmeister berichtet von einer Dame, die wegen ihres Hundes vor einigen Jahren von Berlin nach München gezogen ist. In Berlin seien die Hundehasser damals schon sehr aggressiv gewesen. „Letztens hat die Dame mir erzählt, dass es in München mittlerweile schon genauso schlimm ist.“

 

Wieder Vorfall in Wolfratshausen

 

Auch in Wolfratshausen (südlich von München) sind diese Woche wieder Giftköder aufgetaucht. Wie die Polizei berichtet, fand ein Bewohner der Kanalstraße in seinem Garten zwei Wiener Würstchen, die mit einer blauen Paste gefüllt waren. Der Hund des Bewohners war auf die Würstchen, die offensichtlich über den Gartenzaun auf das Grundstück geworfen wurden, aufmerksam geworden, fraß sie aber nicht.

 

Für die Hunde gibt es keine Rettung

 

Hat der Hund den Köder erstmal gefressen, gibt es eigentlich keine Rettung mehr. „Man kann dem Hund nicht den Finger in die Schnauze stecken oder ihm etwas einflösen, damit er erbricht“, erklärt Brettmeister. Am Besten sei es, so schnell wie möglich zum Tierarzt zu fahren. „Doch selbst die können oft nichts mehr machen.“ Die Rasierklingen schneiden den Tieren auf dem Weg zu Speißeröhre alles auf – er verblutet innerlich. Schneckenkorn oder anders Gift breitet sich einfach im Körper aus.

 

Apps und Facebook-Gruppen

 

Einzige Möglichkeit seinen Hund zu schützen ist also es gar nicht erst soweit kommen zu lassen. Es gibt mittlerweile Gruppen auf facebook, in denen sich User gegenseitig warnen. Es gibt auch eine App, die die Hundehalter warnen soll.

 

Mehr dazu und weitere Tipps für Hundebesitzer unter:

 

https://www.muenchen.tv/die-besten-tipps-fuer-hundebesitzer-in-muenchen-168379/

 

 

 

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