Sa., 01.10.2016 , 11:26 Uhr

Wählen mit 16 – Landtags-Grüne fordern Absenkung des Wahlalters

Den Führerschein mit 17 gibt es schon lange und auch aufgrund des G8 Jahrgangs beginnt bei manchen bereits im Alter von 17-18 das weiterführende Studium. Die Jugend von heutzutage wird auf viele Weisen bereits im frühen Alter zur Eigenständigkeit gebracht. Wenn es nach den Grünen im Landtag gehen soll, soll es bereits 16-jährigen möglich werden über ihre politische Zukunft zu entscheiden.

 

Die Grünen im Landtag wollen die Jugendkultur fördern und das Wahlalter bei Landtags-, Bezirks- und Kommunalwahlen auf 16 Jahre senken. Derzeit sieht das Gesetz ein Mindestalter von 18 Jahren vor. «Jugendliche wollen sich sozial und politisch engagieren und ernst genommen werden», sagte die jugendpolitische Sprecherin der Fraktion, Claudia Stamm. Gemeinsam mit der Katholischen Landjugendbewegung Bayern stellte sie am Freitag in München ein Antragspaket vor.

Jugendliche bräuchten in Bayern mehr Möglichkeiten, die Gesellschaft aktiv mitzugestalten, sagte Stamm. Gerade angesichts erstarkender rechtsextremer und rechtspopulistischer Kräfte sei es wichtig, mit Projekten die Demokratie zu unterstützen. Um jungen Menschen mehr Teilhabe zu ermöglichen, soll auch die politische Bildung in den Lehrplänen der Schulen ausgebaut werden.

«Jugendarbeit unterstützt die politische Bildung», sagte die Landesgeschäftsführerin der Katholischen Landjugendbewegung, Maria Kurz. Sie forderte eine bessere Unterstützung für Jugendbildungsstätten, Jugendringe und -Verbände.

Der jugendpolitische Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, Gerhard Hopp, kritisierte die Vorschläge der Grünen: Es handle sich um eine theoretische Diskussion, die weit weg von den Anliegen der Jugendlichen und Ehrenamtlichen sei. Von den Plänen einer Absenkung des Wahlalters in Bayern hält auch der Vorsitzende der Jungen Union Bayern, Hans Reichhart, nichts. «Dass so viele Menschen, die bereits wählen dürfen, dies trotzdem nicht tun, sollte uns mehr bewegen als die Suche nach immer jüngeren Wählern», sagte er.

(Quelle dpa.)

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