— © Die Türme der Frauenkirche vom Christkindlmarkt aus - Foto: <a href="http://portraitiert.de/"  target="_blank"> Dirk Schiff/Portraitiert.de </a>
Die Türme der Frauenkirche vom Christkindlmarkt aus - Foto: Dirk Schiff/Portraitiert.de

Polizei und Sperren - Weihnachtsmärkte gegen Terror gesichert

Aus Sorge vor Terroranschlägen werden die bayerischen Weihnachtsmärkte in diesem Jahr erneut besonders abgesichert. In Nürnberg wurde das Sicherheitskonzept sogar noch einmal erweitert.

 

Absperrungen und viel Polizeipräsenz: Bei den bald beginnenden Weihnachtsmärkten in Bayern sind auch in diesem Jahr die Sicherheitsvorkehrungen wegen der anhaltenden Terrorgefahr hoch. So werden beim Nürnberger Christkindlesmarkt wieder große Polizeifahrzeuge vor den Zufahrtsstraßen stehen. Als Reaktion auf den Lkw-Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im vergangenen Dezember wird erstmals auch der Markt der Nürnberger Partnerstädte gesichert werden: in die Einfahrt wird ein großer Weihnachtsbaum gestellt.

 

Beim Augsburger Christkindlesmarkt kommen ebenfalls mobile Sperren zum Einsatz – dazu werden Fahrzeuge mit einem Mindestgewicht von 1,5 Tonnen auf allen Zufahrtsmöglichkeiten aufgestellt. Auf dem Münchner Christkindlmarkt rund um den Marienplatz soll es – anders als beim Oktoberfest – weder einen Zaun noch Einlasskontrollen geben.

 

In Nürnberg werden wie schon im Vorjahr alle Marktleute in einen SMS-Verteiler aufgenommen. Bei Unwetter, Taschendieben oder einer anderen Gefahrensituation könnten so schnell alle zur gleichen Zeit via SMS gewarnt werden, erläuterte die Leiterin des Bürgermeisteramtes, Christine Schüßler. Mit einem Notstromaggregat werde sichergestellt, dass Lautsprecheranlage und Beleuchtung auch bei einem Stromausfall funktionierten. Während Nürnberg auf Videoüberwachung verzichtet, will die Stadt München das Treiben auf ihrem Weihnachtsmarkt mit Kameras im Blick behalten.

 

In Nürnberg muss in diesem Jahr die Kutsche, die Gäste vom Christkindlesmarkt aus durch die Altstadt fährt, eine neue Route nehmen, um eine Sicherheitslücke zu schließen: Bei der Einfahrt der Kutsche mussten die Polizeifahrzeuge im vergangenen Jahr immer kurz wegfahren. Durch die neue Streckenführung könne dies auf ein Minimum reduziert werden, sagte Schüßler.

 

In München, Nürnberg und Augsburg will die Polizei stark präsent sein. Taschenkontrollen sind möglich. Alle drei Städte setzen zusätzlich eigenes Personal oder Sicherheitsfirmen ein. In Nürnberg werden – wie schon in den Jahren davor – die Buden auch nachts bewacht.

 

dpa

 

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