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Horst Seehofer, Bayern, Flagge, © Ministerpräsident Horst Seehofer

Kritik an Seehofers Führungsstil aus eigenen Reihen

Ex-Verkehrsminister Ramsauer beklagt sich über Führungsstil Seehofers.

Bei der Berliner Kabinettsbildung im Dezember waren sie nicht mehr zum Zug gekommen, jetzt beklagen sich zwei CSU-Politiker über den Führungsstil von Parteichef Horst Seehofer: Nach der Kritik des oberfränkischen CSU-Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk beanstandete nun auch Ex-Verkehrsminister Peter Ramsauer das Verhalten Seehofers. „Den Worten Koschyks ist nichts hinzuzufügen“, sagte Ramsauer der Tageszeitung „Die Welt“ in der Ausgabe von Donnerstag. Koschyk, einst Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, hatte Seehofers Umgang mit CSU-Führungskräften bemängelt; der entspreche „nicht dem, was man von einer Partei mit christlichen Grundsätzen erwarten darf“.

Ramsauer rief dazu auf, den internen Verhaltenskodex zu beachten, den die Partei erst kürzlich beschlossen habe. „Dieser braucht auch im internen Miteinander nur umgesetzt werden“, forderte der 60-Jährige. Ramsauer war nach der Bundestagswahl von CSU-Chef Seehofer trotz des zweitstärksten Erststimmenergebnisses in Bayern nicht mehr für ein Ministeramt berücksichtigt worden. Er ist mittlerweile Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bundestag.

 

rr/dpa

Union und SPD wollen über Mitglieder der Bundesregierung beraten

Bereits am Donnerstag wollen die Spitzen von Union und SPD zu einem Treffen in Berlin zusammen kommen, dies teilte CSU-Chef Horst Seehofer am Mittwoch mit. Dann soll die Besetzung der künftigen Bundesregierung weitgehend geklärt werden. Bei bei dem Treffen soll auch besprochen werden, wann und wie die Mitglieder der künftigen Bundesregierung und die Ressortzuschnitte bekannt gegeben werden. „Da kann man vorher vereinbaren, wie man das macht“, sagte Seehofer am Mittwoch.

Jedoch muss vor einer Bekanntgabe erst noch das Ergebnis des SPD-Mitgliedervotums über den Koalitionsvertrag abgewartet werden.
Wer bei der CSU Minister beziehungsweise Staatssekretär bleibt und wird, will Seehofer in den nächsten Tagen noch mit den wichtigsten CSU-Parteifreunden bereden. Der bisherige Verkehrsminister Peter Ramsauer und der bisherige Innenminister Hans-Peter Friedrich gelten als gesetzt – letzteren hatte Seehofer mit einer Jobgarantie ausgestattet. Außerdem hatte Seehofer seinem CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt einen Ministerposten versprochen.rr/dpa