Der TSV 1860 München kämpft ums Überleben in Liga 2.

1860-Investor will Stadionfrage lösen - Mit Talenten in die Zukunft

Neue Töne bei 1860 München: Investor Ismaik spricht nach seinem Aufenthalt in München von Harmonie bei seinen Gesprächen. Eine Einkauftour im Winter wird es beim Zweitligisten aber kaum geben.

 

Der TSV 1860 München gibt die Pläne für ein eigenes Fußballstadion und damit den Auszug aus der Arena des Lokalrivalen FC Bayern nicht auf. „Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich eine Lösung in der Stadionfrage zu finden, die sowohl den Bedürfnissen der Löwen als auch der Münchner Bürger gerecht wird“, äußerte Investor Hasan Ismaik am Dienstag in einer Vereinsmitteilung zum Abschluss seines mehrtägigen Aufenthaltes in München.

 

Der jordanische Geschäftsmann traf sich zur Erörterung der Stadionfrage auch mit Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Das Gespräch sei „sehr offen und konstruktiv“ gewesen, berichtete Ismaik. Dabei sei es auch um Standortoptionen gegangen. Eine Rückkehr ins von den Anhängern geliebte Grünwalderstadion ist kaum umsetzbar. Die Stadt würde es befürworten, wenn wieder Fußball im Olympiastadion gespielt würde. Für einen Stadionneubau müssten die „Löwen“ sowohl einen Standort finden als auch die Finanzierung sichern.

 

Ismaik erlebte am Wochenende in der Allianz Arena auch den 2:0-Erfolg der Sechziger im Zweitliga-Heimspiel gegen den FC St. Pauli live mit. Neben einem Treffen mit dem neuen Vereinspräsidenten Peter Cassalette traf sich Ismaik auch mit Trainer Benno Möhlmann und Sportchef Oliver Kreuzer, die beide ebenfalls erst seit kurzem für 1860 arbeiten. Dabei machte Geldgeber Ismaik dem Duo wohl keine Hoffnungen auf größere Investitionen in die Mannschaft während der Winterpause.

 

„Wir haben vereinbart, den Weg, auf unsere Talente zu setzen, konsequent weiterzugehen. Wir wollen eine Mannschaft mit Perspektive und einer guten Mentalität“, sagte Ismaik. Möhlmann und Kreuzer versicherte er sein „vollstes Vertrauen“ und seine Unterstützung. Seine Gespräche in München bezeichnete der Investor insgesamt als „sehr zielorientiert“ und „harmonisch“. Solche Töne gab es beim TSV 1860 München in der jüngeren Vergangenheit selten.

 

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rico güttich / dpa

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