Mi., 27.06.2018 , 09:34 Uhr

Anhörung im Landtag: Bayerns Rettungsdienst kämpft mit Überlastung

Mehr Einsätze, überlastetes Personal – darüber klagt der Rettungsdienst im Freistaat. Bei einer Anhörung im Landtag am Mittwoch sollen Experten schildern, was aus ihrer Sicht nicht klappt.

 

Initiiert hat den Termin die Bayern-SPD. Einige Kritikpunkte haben Ärzte und Vertreter des Rettungsdienstes schon vorab aufgelistet: So müssen die Retter laut Gesetz bei einem Notfall innerhalb von zwölf Minuten vor Ort sein – die Fälle, in denen das nicht funktioniert hat, sind demnach in den letzten zehn Jahren um über 90 Prozent angestiegen.

 

Weil Notaufnahmen oft überlastet sind, müssen Patienten in weiter entfernte Krankenhäuser transportiert werden. Unnötige Einsätze bei Bagatellen, hohes Anspruchsdenken der Bürger und aufwendige Dokumentation und Hygiene demotivierten das Personal, kritisiert zudem die Gewerkschaft Verdi.

 

Auch in den Notrufzentralen gibt es Probleme. Michael Bayeff-Filloff, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Bayern und einer der geladenen Sachverständigen, fordert: „Leitstellen und Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst brauchen eine einheitliche Telefonnummer.“ Die Zahl der Einsätze von Rettungswagen habe sich in den letzten zehn Jahren um fast fünfzig Prozent erhöht – auch weil der Rettungsdienst gerufen werde, für die der Hausarzt zuständig sei.

 

dpa/lby

Landtag Rettungsdienst SPD

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