Fr., 26.09.2014 , 15:59 Uhr

Blitzmarathon-Rekord: Motorradfahrer 97 Km/h zu schnell

Der bayerische Blitzmarathon 2014 hat einmal mehr für überraschend hohe Zahlen gesorgt. Rund 900.000 Kontrollen und damit mehr als 26.000 Geschwindigkeitsverstöße stellte die Polizei fest. Ein Motorradfahrer war dabei besonders schnell unterwegs.


 

Exakt 888.076 Fahrzeuge wurden in der einen Woche Blitzmarathon kontrolliert. Dabei gab es 26.402 Geschwindigkeitsverstöße an mehr als 2.000 Messstellen. Absoluter Spitzenreiter war ein Motorradfahrer, der auf der B533 bei Hengersberg mit 197 Stundenkilometern statt der erlaubten 100 unterwegs war.

 

„Dafür drohen dem unverantwortlichen Raser 1.200 Euro Geldbuße, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot“, erklärte Innenminister Joachim Herrmann und mahnte: „Wer zu schnell fährt, riskiert sein Leben und das der anderen! Wo die Einsicht fehlt, wird die Bayerische Polizei mit konsequenten Kontrollen nachhelfen.“

 

[@cmms_media:68621]

 

Beim diesjährigen Bayerischen Blitzmarathon waren insgesamt rund 1.500 Polizisten eingesetzt. „Unsere Geschwindigkeitskontrollen fanden gezielt vor allem auf Landstraßen sowie an Schulen und Kindergärten statt, da dort zu hohe Geschwindigkeit besonders gefährlich ist“, erläuterte der Innenminister. Ziel der vorab veröffentlichten Kontrollstellen war, dass sich Verkehrsteilnehmer die Tempolimits wieder bewusst vor Augen führen. „Das Gros der Autofahrer war während des Blitzmarathon auch tatsächlich langsamer unterwegs“, sagte Herrmann. „Sonst gehen der Polizei rund doppelt so viele Raser ins Netz.“

 
Der Innenminister hofft auf einen nachhaltigen Effekt des Blitzmarathons. Daher wurden möglichst viele Verkehrssünder von der Polizei gleich aufgehalten und über die hohen Unfallgefahren aufgeklärt. Denn im vergangenen Jahr starben allein durch Geschwindigkeitsunfälle 200 Menschen auf Bayerns Straßen. „Was viele nicht wissen: Das Risiko, durch zu hohe Geschwindigkeit im Straßenverkehr umzukommen, ist rund dreimal höher, als durch Tötungsdelikte“, erklärte Herrmann. Zu hohe Geschwindigkeit sei deshalb kein Kavaliersdelikt. Nur wenige Stundenkilometer zu viel können zu einem verhängnisvollen Unfall führen. „Deshalb gilt die Devise: Fuß vom Gas!“

 

Nicht nur Geschwindigkeitsverstöße festgestellt

 

Neben dem Motorradfahrer aus Niederbayern konnte die Polizei weitere Raser aus dem Verkehr ziehen. Die Spitzenreiter bei den anderen Polizeipräsidien waren:

 

• PP Schwaben Nord bei Untermeitingen 82 km/h zu schnell,
• PP Oberfranken in Bayreuth 67 km/h zu schnell
• PP Unterfranken bei Wasserlosen 74 km/h zu schnell
• PP Oberpfalz auf der B85 zweimal 74 km/h zu schnell
• PP Mittelfranken bei Ellingen 60 km/h zu schnell
• PP München auf der Ingolstädter Straße 86 km/h zu schnell
• PP Oberbayern Süd in Parsberg 59 km/h zu schnell
• PP Schwaben Süd/West bei Buch 56 km/h zu schnell
• PP Oberbayern Nord bei Forstinning 62 km/h zu schnell

 

 

Über Geschwindigkeitsverstöße hinaus hat die Bayerische Polizei bei den Kontrollen eine Reihe weiterer Delikte festgestellt. Unter anderem wurden 78 Strafverfahren eingeleitet, beispielsweise wegen Trunkenheit im Straßenverkehr und Fahren ohne Fahrerlaubnis. Zudem wurden 726 Gurtmuffel ertappt.

 

make

 

Blitzmarathon fazit Herrmann Verkehr

Das könnte Dich auch interessieren

18.06.2026 Die KI-Revolution in München: Wie lokale Unternehmen jetzt die Weichen für die Zukunft stellen Künstliche Intelligenz hat das Stadium eines reinen Schlagworts längst verlassen und ist zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor geworden, gerade hier im Herzen des „Isar Valley“. Für Münchner Unternehmen, vom etablierten Mittelständler bis zum agilen Start-up, ist KI keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern ein konkretes Werkzeug zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Technologie durchdringt sämtliche Branchen und verändert 18.06.2026 Erst die Strategie, dann die Kamera: Was ein Unternehmensvideo in München wirklich erfolgreich macht Bewegtbild ist in den meisten Münchner Unternehmen angekommen – die Kamera läuft, der Film steht auf der Website, ab und zu erscheint ein Clip auf LinkedIn. Trotzdem bleibt bei vielen ein Gefühl zurück: viel Aufwand, wenig Wirkung. Der Grund liegt selten an der Technik, sondern daran, dass Video oft wie ein einmaliges Deko-Projekt behandelt wird 18.06.2026 Bayerns Sonnen-Gold: Wie Direktinvestments in Solarparks mit Batteriespeicher stabile Renditen sichern Die bayerische Wirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: der Notwendigkeit einer schnellen und nachhaltigen Energiewende sowie dem Wunsch privater und institutioneller Anleger nach inflationssicheren und wertstabilen Kapitalanlagen. In diesem Spannungsfeld etabliert sich eine Anlageklasse, die beide Anforderungen elegant miteinander verbindet: Direktinvestitionen in Photovoltaikanlagen. Anders als bei anonymen Fonds oder schwankungsanfälligen Aktien handelt es sich hierbei 17.06.2026 Mythos Dubai: Zwischen Luxusleben und strengen Regeln – ein Sicherheitscheck für Auswanderer Dubai fasziniert. Die glitzernde Metropole in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) hat sich in den letzten Jahren zu einem Magneten für Expats aus aller Welt entwickelt, insbesondere für Deutsche. Die Bilder von futuristischer Architektur, luxuriösem Lebensstil und ganzjährigem Sonnenschein prägen die Vorstellung von einem modernen Paradies. Doch hinter der makellosen Fassade stellen sich viele die