Fr., 08.06.2018 , 11:43 Uhr

Dominanz mit "Demut": Bayern-Basketballer im Final-Vorteil gegen ALBA

Die Basketballer des FC Bayern haben im Finale gegen ALBA Berlin die Kräfteverhältnisse wieder zurechtgerückt. Beim Stand von 1:1 geben sich die Münchner aber bescheiden. Die Berliner wollen sich auch von einer „breitbeinigen Art“ nicht aus dem Tritt bringen lassen.

 

Noch in der Berliner Abend-Dämmerung starteten die Bayern-Basketballer ihren Rückflug mit einem Propeller-Charter Richtung Süden. Vor dem dritten Finalduell am Sonntag (18.30 Uhr) wollten die Münchner bloß keine Zeit verlieren – und gaben sich trotz ihres überlegenen Siegs zum 1:1-Ausgleich in der Endspielserie betont bescheiden. „Wir können jetzt nicht hochfliegen und denken, wir sind Meister“, sagte Bayern-Profi Nihad Djedovic nach dem deutlichen 96:69-Auswärtserfolg.

 

Beiden Teams fehlen nun noch zwei Siege zum Titel – die Favoritenrolle haben die Münchner aber wieder zurückerobert. Der selbstbewusste Auftritt in der Hauptstadt lässt den Glauben an den ersten Meistercoup seit 2014 wachsen, auch wenn eine Rückkehr von Braydon Hobbs in der Finalserie nach einer Blinddarm-Operation als unwahrscheinlich eingestuft wird. „Ich hoffe, dass wir die Leistung von heute wieder bringen können, dann haben wir gute Chancen, auch zu Hause zu gewinnen“, sagte Geschäftsführer Marko Pesic.

 

Frühzeitige Vergleiche mit seiner aktiven Berliner Zeit wehrte der sportliche Bayern-Macher aber ab – mit ALBA hatte der ehemalige deutsche Nationalspieler reihenweise Trophäen gesammelt. „Wir haben nicht die Argumente dafür. Wir sind nicht die Fußballer, sondern wir sind immer noch die Basketballer“, betonte Pesic. „Argumente sind Erfolge und Titel – und die haben wir nicht. Deshalb sind wir gut beraten, auch jetzt nach so einem tollen Spiel Demut zu zeigen und zu wissen, dass sich Sachen schnell ändern können.“

 

So schnell wie im ersten Spiel, als ALBA auf fremden Parkett in einem Verlängerungs-Krimi triumphiert hatte. Der Heimvorteil im Duell der Erzrivalen scheint dabei allerdings von untergeordneter Bedeutung, schon während der regulären Saison gab es zwei Auswärtssiege.

 

Um nun wieder zurückzuschlagen, müssen die Berliner wieder zu ihrem temporeichen und variablen Angriffsspiel finden, dass die Bayern fast komplett unterbinden konnten. Nur einmal erzielte der Hauptstadtclub in dieser Bundesliga-Saison noch weniger Punkte als im zweiten Finale.

 

„Wir dürfen uns jetzt nicht irgendwo verstecken, trauern, etwas beklagen und uns schlecht fühlen, sondern Brust raus und weiter geht’s“, erklärte ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi zur Maxime für die Jagd nach der ersten Meisterschaft seit zehn Jahren. „Wir dürfen das jetzt nicht einsickern lassen.“ Als Luke Sikma, wertvollster Spieler der Hauptrunde, kurz nach der Klatsche bereits wieder mit einem breiten Lächeln durch den VIP-Raum schlenderte, erhielt er deshalb dafür auch ein Extra-Lob von Berlins Macher. „Das muss unsere Einstellung sein.“

 

Auch auf dem Feld. Obwohl die Münchner durch mehrere harte Aktionen, wie beispielsweise einem Ellbogenstoß von Devin Booker, dem unerfahrenen ALBA-Team die Grenzen aufgezeigt hatten, will Baldi dabei keine Stiländerung von seinen Profis fordern. „Die Bayern haben grundsätzlich eine relativ breitbeinige Art“, charakterisierte der Geschäftsführer den Gegner. „Das soll uns aber nicht stören. Sie haben ihre Art, wir haben unsere Art und die müssen wir durchziehen. Da dürfen wir uns nicht provozieren lassen.“

 

Florian Lütticke, dpa

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