Do., 16.03.2017 , 14:52 Uhr

Eltern von Münchner Amokläufer leben nicht mehr in der Stadt

Bei dem Amoklauf am 22. Juli am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München hatte der 18 Jahre alte  Schütze David Ali Sonboli sich eine Waffe im Darknet besorgt.  Am OEZ erschoss er neun Menschen und richtete sich dann selbst. Seine Familie ist jetzt aus München fortgezogen.

 

Die Eltern des Münchner Amokläufers leben nicht mehr in München. Sie hätten nach der Tat ihres Sohnes im Juli vergangenen Jahres massive Drohungen erhalten und seien in das Opferschutzprogramm des Bayerischen Landerkriminalamtes aufgenommen worden, sagte LKA-Sprecher Ludwig Waldinger am Donnerstag. «Sie werden immer noch betreut.» Das Nachrichtenmagazin «Focus» hatte darüber zuerst berichtet. «Focus» schreibt weiter, die Familie lebe inzwischen im Ausland. Dazu machte Waldinger keine Angaben.

 

Bei dem Amoklauf am 22. Juli 2016 am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München hatte der 18 Jahre alte Schüler neun Menschen und sich selbst erschossen. Die Ermittlungen zu der Tat bestätigten inzwischen, dass er als Einzeltäter handelte. Am Freitag wollen die Staatsanwaltschaft München I und das Landeskriminalamt die Ergebnisse des Abschlussberichts vorstellen.

 

Die Waffe hatte der 18-Jährige im sogenannten Darknet besorgt. Gegen den mutmaßlichen Verkäufer der Waffe hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen fahrlässiger Tötung und Verstößen gegen das Waffengesetz erhoben.

 

dpa/br

 

Sehen Sie im Video mehr zur Festnahme des Waffenhändlers

 

Amoklauf David Ali Sonboli Famile OEZ Waffe weggezogen

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